Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Luisengymnasium hier: Ergebnis des Werkstattverfahrens   

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses
TOP: Ö 2.1
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 04.02.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:30 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Czaplenski teilt eingangs mit, dass in einem anderthalbtägigen städtebaulichen Werkstattverfahren unter Beteiligung von Schulbau Hamburg (SBH), Schülern/innen, Lehrern, Schulleitung, Eltern, Politik, Verwaltung und Denkmalschutzamt sehr konstruktiv gearbeitet wurde. Die Veranstaltung wurde von Herrn Holtmann weitgehend vorbereitet, der Kunstkurs der Schule hatte hierzu ein städtebauliches Modell der Schule sowie des Gesamtensembles entworfen.

 

Frau Stahl stellt den aktuellen Bestand mit Containerbau sowie die verschiedene Entwurfsvarianten für die Schulerweiterung vor. Das Gebiet um Wasserturm, Villenviertel, Billtalstadion und Bergedorfer Gehölz ist städtebaulich sehr sensibel. Bereits vor zwei Jahren gab es erste Überlegungen, wie es hier zu einer verträglichen Entwicklung kommen kann. Vor dem von SBH geplanten VOF-Verfahren musste nun ein Baufeld definiert werden. Hierzu sollten Sichtbeziehungen vom Billtalstadion, zum Wald etc. berücksichtigt werden. Letztlich wurden nun zwei Baufelder herausgearbeitet, die nun kurzfristig weiter geprüft und mit Kostenberechnungen unterlegt werden sollen.

 

Herr Czaplenski teilt mit, dass bei allen Varianten deutlich wird, dass der Freiraum vor dem Eingangsbereich zum Billtalstadion durch den Bezirk umgestaltet werden müsste. Des Weiteren sieht er das Werkstattverfahren als Beispiel für eine gelungene Kinder- und Jugendbeteiligung, zumal sich die Schüler/innen pragmatisch und klug geäußert haben, was sie sich dort vorstellen.

 

Herr Gabriel teilt auf Anraten der Verwaltung mit, dass eine Öffentlichkeitsbeteiligung erst nach Abschluss des VOF-Verfahrens für sinnvoll erachtet wird, wenn ein Entwurf vorliegt.

 

Herr Heilmann  ergänzt zwei Punkte:

 

1.              Das Denkmalschutzamt hat Bedenken wegen der Abstände zu den Baudenkmälern geäußert.

Die vorgestellten Varianten würden wohl nicht ausreichend sein, sodass man weiter zum ehem. Waldspielplatz planen sollte.

 

2.              Am Ende wurde diskutiert, dass jeweils zwei Entwürfe der drei Architektenbüros gefordert werden sollen.

 

Herr Kolwa hält es für notwendig, dass die Architekten klar definierte Flächen vorgegeben bekommen, bevor sie in die Planungen einsteigen.

 

Herr Czaplenski bestätigt, dass aus den Protokollen der Veranstaltungen die Rahmensetzungen für die Flächen abgeleitet werden sollen, sodass die beiden Baufelder klar definiert sind. Für beide Situationen gibt es große Herausforderungen für die Planer. Bei der Planung in den Wald müssen ausreichend Abstände zu den Bäumen gewahrt werden und ein Ausgleich des abgehenden Waldes muss vermutlich im Verhältnis 1:3  erfolgen.

 

Herr Gerken fragt nach, ob die Pausen-Schulaufsicht problematisch ist, wenn eine Schulerweiterung in den Wald erfolgt.

 

Herr Czaplenski teilt hierzu mit, dass die Schüler/innen bereits jetzt aufgrund der Enge des Pausenhofes an den Waldrand ausweichen. Die Schulleitung hat bereits bestätigt, dass eine aufsichtführende Person auch dort sein wird.

 

Herr Kleszcz dankt für die gute Vorarbeit und die guten Vorschläge, die in einer strukturierten Beteiligung entstanden sind. Zu beiden Standorten gibt es positive wie auch negative Aspekte. Zum Standort in Hanglage macht er auf Problematiken aufmerksam:

              Wie stellt sich die Fluchtsituation für die Schüler/innen dar?

              Es handelt sich um einen Bereich der architektonisch, landschaftlich und denkmalschutzrechtlich sensibel ist und in deren Nähe die Bürger/innen sehr aufmerksam sind. Wenn ein Architekturbüro ausgewählt ist, sollte ein zügige Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.

 

Frau Kotzbau fragt nach, ob eine Mensa in dem Neubau geplant sei, was bejaht wurde. Die terrassenförmige Gestaltung findet sie sehr gut, zumal hierdurch die Attraktivität für die Annahme der Mittagsangebote gesteigert werden könnte. Dieses wäre bei einem Blockbau sicherlich anders.

 

Herr Gabriel hebt lobend hervor, dass Schulbau Hamburg konstruktiv mitgearbeitet hat. Zuversichtlich stimmt auch das Signal des Bezirksamts, welches den angrenzenden Wald nicht in allen Teilen als unantastbar bewertete. Erschwerend käme hierzu, dass die Auswirkungen der Wasserleitung zu lösen sind. Die Hanglösung wird von ihm präferiert. Für die Mitarbeit der Schüler/innen spricht er seine Anerkennung aus.

 


Petitum/Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt die Drucksache zur Kenntnis.

 

Protokollnotiz:

Die im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellten Entwürfe aus dem Werkstattverfahren wurden zwischenzeitlich an die Ausschussmitglieder versandt.