Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Friedhof Bergedorf -Urnenfeld mit Waldcharakter -Kapelle 1 - Akustik -Rehe  

 
 
Sitzung des Umweltausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 16.09.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:10 Anlass: Sitzung
Raum: Kleiner Sitzungssaal, Erdgeschoss
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
 
Protokoll

Herr Charles stellt die Pläne für einen Waldfriedhof in Bergedorf anhand von Folien vor, die dem Protokoll beigefügt sind.

Die vorgesehene Fläche befinde sich in einem kleinen Waldstück östlich der Kapelle 2. Dort solle ein rechteckiges Urnenfeld mit 163 Gräbern von je einem Quadratmeter angelegt werden, die jeweils bis zu vier Urnen Platz bieten könnten. Das Feld rfe nicht erkennbar sein und der waldartige Charakter der Fläche müsse dauerhaft erhalten bleiben. Vorher müsse der Bereich durchgearbeitet und ausgelichtet, sowie Totholz entfernt werden.

Herr Charles schlägt vor, einen alten Eichenstamm aus dem Bergedorfer Gehölz quer aufzuschneiden und auf der Schnittfläche kleine Namensschilder aus Metall anzubringen. Der Stamm solle in der unmittelbaren Nähe des Urnenfeldes liegen. Je nach Größe der sich ergebenden Schnittfläche nne das genaue Maß des Urnenfeldes festgelegt werden.

 

Herr Dr. Niese fragt, ob durch die Platzierung des Schildes auf dem Baum Rückschlüsse auf die genaue Grabstelle gezogen werden könnten, ansonsten rde es sich bei der geplanten Vorgehensweise um eine halb anonyme Bestattung handeln.

 

Die Felder würden nur digital eingemessen, aber grundsätzlich könne deren Anordnung bei der Anbringung der Schilder auf der Schnittfläche abgebildet werden, erwidert Herr Charles.

 

Herr Grotheer verweist darauf, dass auf anderen Friedfen häufig Stehlen für die Gravur von Namen aufgestellt werden und empfiehlt, auch diese Variante zu prüfen.

 

Frau Lühr fragt Herrn Charles nach dem weiter geplanten Vorgehen und bittet die Fachausschussmitglieder um ein Votum.

 

Herr Charleshrt aus, dass die Winterzeit für die Vorbereitung der Fläche und das Aufschneiden des Stammes genutzt und im Frühjahr mit der Umsetzung begonnen werden könne.

 

Die Fachausschussmitglieder begrüßen das Vorhaben und bitten Herrn Charles, es in die dargestellte Richtung weiter voran zu bringen. Im Frühjahr will der Fachausschuss die noch offenen Aspekte weiter beraten.

 

Weiter berichtet Herr Charles, dass die Beschwerden über die schlechte Akustik in der Kapelle 1 zugenommen hätten. Ein beauftragtes Gutachten habe festgestellt, dass die Nachhallzeit in der Kapelle relativ lang sei, wodurch das gesprochene Wort nur schwer verstanden werden könne.

In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt schlage die Verwaltung zur Lösung vor, eine Mikrofonanlage mit zwei langen und schmalen Lautsprechern auf beiden Seiten zusammen mit Lärmabsorbern, die den Schall schlucken, zu installieren. Diese Maßnahmen würden eine Verbesserung der Akustik bewirken. Die Mittel für die Kosten in Höhe von 45 50.000 € seien in der Rahmenzuweisung vorhanden.

 

Die Nachfrage von Frau Lühr und Herrn Zaum, ob diese Mittel nicht für andere wichtige Aufgaben r den Friedhof gebraucht würden, verneint Herr Charles.

 

Daraufhin beschließen die Fachausschussmitglieder einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, eine Vorlage zum Einbau der Mikrofonanlage r den Hauptausschuss zu erstellen.

 

Der neue Termin zum Treiben der Rehe sei mit den zuständigen Jagdbehörden abgestimmt und auf den 01.10.2015 festgelegt worden. In der nächsten Sitzung werde er dem Ausschuss davon berichten, versichert Herr Charles.