Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Forschungsprojekt Straßenbäume im Klimawandel  

 
 
Sitzung des Umweltausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 23.03.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:06 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Doobe berichtet mithilfe der dem Protokoll als Anlage hinzu gefügten Präsentation über das  Forschungsprojekt „Straßenbäume im Klimawandel“.

Straßenbäume konkurrieren um den Platz mit Baumaßnahmen, oft werden durch Baumaßnahmen Schäden, insbesondere im Wurzelbereich angerichtet. Hinzu kommen als weitere Probleme Schädlinge und Krankheiten, durch den Klimawechsel Schäden durch Starkregen, Stürme und verlängerte Trockenperioden sowie immer schwierigere Lebensbedingungen durch die zunehmende Versiegelung von Böden.

Das Projekt untersucht die Wasserverfügbarkeit in Baumgruben und den Wasserversorgungsgrad der Bäume, es wird ein Baumscheibenarchiv von gefällten Bäumen angelegt, aus dem Erkenntnisse zum Wachstum, den Isotopensignaturen, den Stressindikatoren und den Klimaeinflüssen gewonnen werden. Ein besonderes Augenmerk gilt der Baumartenwahlempfehlung der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), dazu werden auch in Hamburg seit mehreren Jahren Straßenbaumartentests durchgeführt.

Frau Lühr bedankt sich für den Vortrag.

Frau Michiels-Lein sorgt sich um den Erhalt der Bäume, Herr Doobe entgegnet, dass tatsächlich beispielsweise der Fortbestand der Kastanien unsicher ist, aber insbesondere der Bestand vieler Straßenbäume unterschiedlicher Arten durch die vielfältigen Stressfaktoren, denen diese ausgesetzt sind, sehr gefährdet ist.

Herr Lindemann weist auf die Aktion „Mein Baum-meine Stadt“ hin und teilt mit, dass in Bergedorf die Aufgrabescheine Auflagen zum Schutz der Bäume beinhalten, eine Wurzelschädigung aber nicht immer vermeidbar sei. Bei neuen Leitungstrassen wird mittlerweile darauf geachtet, deren Lage und die Position der Bäume so anzuordnen, dass spätere Eingriffe die Bäume bzw. deren Wurzeln nicht schädigen.

Frau Lühr fragt, ob einheimische Bäume aus Artenschutzgründen als Straßenbäume bevorzugt werden sollten. Herr Doobe befürwortet deren Pflanzung generell, jedoch sollten als Straßenbäume nur solche gewählt werden, die der besonderen Straßenbaumbelastung auch standhalten können.

Auf die entsprechende Frage von Frau Michiels-Lein hin erklärt Herr Doobe, dass das Wässern von Straßenbäumen während Trockenperioden nur bei jungen Exemplaren sinnvoll ist.

Vor diesem Hintergrund verweist Herr Eggers nochmals auf die besondere Bedeutung des Hamburger Landgebietes und seines Baumbestands, mit dem sorgfältig umgegangen werden muss.

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig

 

Ja-Stimmen:

Nein-Stimmen:

Enthaltungen: