Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Muslimischer Friedhof Bergedorf - geänderte Fassung  

 
 
Sitzung des Umweltausschusses
TOP: Ö 5.1
Gremium: Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 11.05.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:25 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-0718 Muslimischer Friedhof Bergedorf - geänderte Fassung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:CDU-FraktionAktenzeichen:655.00-03
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Herr Charles fasst zusammen, dass der Waschraum allen Glaubensgemeinschaften weiterhin offen steht, neu ist, dass die Nebenkosten für das Gebäude die alevitische Gemeinde trägt. Die Termine für Waschungen werden von den Bestattern beim Friedhofsbüro, wie auch schon bisher, beantragt und von diesem vergeben. Parallel sind die dazu erforderlichen Papiere dort vorzulegen.

 

Herr Schumacherchte wissen, ob die Bestattung in einen Holzsarg erfolgen muss oder ob die Bestattung auch in einem Leinentuch erfolgen kann und Frau Lühr chte wissen, ob möglicherweise Nachfragen nach muslimischen Bestattungen auf dem Bergedorfer Friedhof am auf die Anfrage folgenden Tag nicht nachgekommen werden konnte und welche Gründe dies hatte.

 

Protokollnotizen:

 

Die Beisetzung muss nicht zwingend im Holzsarg sein. Sie kann auch im Leinentuch erfolgen. Dies ist abhängig von der Glaubensart.

 

Eine Beisetzung am folgenden Tag ist nicht nach dem Koran zwingend erforderlich, sondern basiert auf der Tatsache, dass es früher keine Möglichkeit der Kühlung gab. Darüber hinaus sind einerseits die nötigen Unterlagen, die zu einer Beisetzung beigebracht werden müssen, nicht am folgenden Tag vorhanden. Andererseits benötigt der Betrieb des Friedhofes einen logistischen Vorlauf von 3 Tagen.

 

 

Herr Charles berichtet, dass ein muslimisches Bestattungsfeld zwingend nach Mekka ausgerichtet sein muss, diese Ausrichtung ist für Aleviten nicht erforderlich.

 

Frau Strehlow fragt, welche Kosten bzw. Gebühren den jeweiligen Glaubensgemeinschaften entstehen. Herr Charles antwortet, dass den Aleviten keine Gebühren entstehen, sie zahlen Miete für die Räume. Für alle anderen Glaubensgemeinschaften sind für die Raumnutzung Gebühren zu entrichten.

 

Herr Grotheer erläutert, dass der Arbeitskreis Friedhof zur Information einzuberufen sei, Frau Strehlow sieht dazu momentan keine Notwendigkeit.

 

Herr Froh begründet den Wunsch nach einer Gesprächsrunde mit allen Beteiligten mit der Schaffung eines einheitlichen Informationsstandes sowie mit der Möglichkkeit eines Austausches zwischen Aleviten und Moslems und den weiteren Beteiligten. Die Einberufung des Arbeitskreises zieht er zurück.

 

Frau Jasberg erachtet ein Treffen der verschiedenen Religionsgemeinschaften nicht als sinnvoll.

 

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt, der Bezirksversammlung wird entsprechend berichtet.