Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Flächenmonitoring für Jugendwohnungen Bezirkliches Konzept Der Jugendhilfeausschuss wird nachrichtlich hinzugeladen.  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses
TOP: Ö 2
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 11.01.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:45 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-0903.01 Flächenmonitoring für Jugendwohnungen
Bezirkliches Konzept
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
  Bezüglich:
20-0903
Federführend:Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   
 
Protokoll

Herr Schneede erläutert das Konzept und stellt die aktuellen drei Flächen zu Jugendwohnungen und Jugendwohnprojekten vor. Es seien fünf weitere Flächen zur Prüfung vorgeschlagen und im AK Kern bereits kurz vorabgestimmt worden.

 

Herr Omniczynski chte wissen, welche Bedarfe r Jugendwohnprojekte von Bergedorf abgedeckt werden sollen. Nach § 13 SGB VIII solle eine Einrichtung 100 Plätze haben. Würde diese Größe auf den genannten Flächen überhaupt machbar sein? Bei dem Projekt „Hier wohnt Hamburgs Jugend“ gebe es nur 20 Wohneinheiten, aber mit unbefristeten Mietverträgen. Solle das ein ggf. lebenslanges Wohnrecht bedeuten und damit praktisch jährlich neue Plätze tig werden?

 

Nach Aussage der Konzeptentwickler rden die Jugendlichen diese Wohnungen erfahrungsgemäß zwischen dem 21. und 24. Lebensjahr wieder verlassen, erwidert Herr Czaplenski. Man wolle sie bei ihrem ersten Erleben von selbstständigem Wohnen bewusst nicht unter Zwang setzen. Zur Anzahl der Plätze gebe es keine konkretisierte Erwartungshaltung sondern nur den Aufruf an die Bezirke, Flächen zu benennen, um das Projekt der FHH zu realisieren. Die Verwaltung bitte nun die Politik um eine Schlüssigkeitsprüfung, welche der Flächen sie für eine Weiterentwicklung als geeignet ansehe.

 

Protokollnotiz:

 

Bei den in dem Konzept aufgeführten Jugendwohnungen nach § 13 SGB VIII (eine Art Studentenwohnheim für die Dauer einer berufsqualifizierenden Maßnahme) und Wohnungen für junge Volljährige (Hier wohnt Hamburgs Jugend) handelt es sich um Wohnraum, der eigenständig von jungen Menschen bewohnt wird. Aktuell sind auf Grundlage des „Jugendwohnen nach §13 SGB VIII“ und dem Konzept „Hier wohnt Hamburgs Jugend“ keine Wohnungsbestände in der FHH vorhanden. Es gibt jedoch für beide Konzepte Planungen, die im Folgenden kurz dargestellt werden.

 

Jugendwohnen nach § 13 SGB VIII

Planungen in Hamburg

 

Bezirk

Plätze

Sachstand

Hamburg-Mitte

46 Appartements mit 49 Plätzen

Eröffnung 07/2017

Eimsbüttel

120 Appartements

bauliche Planungen laufen

Harburg

100 Appartements

bauliche Planungen laufen

Wandsbek

noch offen

Eine Liegenschaft befindet sich in der Prüfung.

Für den Bezirk Bergedorf gibt es keine Planungen.

 

Hier wohnt Hamburgs Jugend

Planungen in Hamburg

 

Bezirk

geplante Anzahl Wohnungen

Altona

17

Bergedorf

40

Eimsbüttel

20

Harburg

13

HH-Mitte

20

HH-Nord

20

Wandsbek

22

Gesamtstadt

152

 

Herr Kleszcz hat Vorbehalte gegen die Fläche Friedrich-Frank-Bogen. In unmittelbarer Nähe am Oberen Landweg entstehe zeitnah bereits eine solche Einrichtungr Jugendliche, die noch ufig Hilfestellungen benötigenrden. Bergedorf-West sei nicht als einer der stärksten Sozialräume des Bezirks bekannt, daher müsse man sensibel damit umgehen, an welcher Stelle solche Entwicklungen erfolgen. Die Situation am Kurt-Adams-Platz sehe er ähnlich, da auch dort das nähere Umfeld sozialpolitisch sensibel sei. Zwar solle diese Fläche geprüft werden, aber vielleicht könne man sich dort eine andere Nutzung vorstellen.

 

Herr Kolwa findet das Konzept in Ordnung und berichtet zur Fläche Leuschnerstraße/ Lohbrügger Markt, dass dort zuvor Bauanfragen aus planerischen Gründen abgelehnt worden seien.

 

Herr Czaplenski antwortet, das Ergebnis der Flächenprüfung könne auch sein, dass eine Realisierung wegen komplizierter Rahmensetzungen zeitnah nicht möglich sei und man an das Planungsrecht herangehen müsse.

 

Auf die Nachfrage von Herrn Omniczynski, ob die kleinen Wohneinheiten des Projekts Sonderformen des Wohnens darstellen würden, erwidert Herr Czaplenski, dass die kleinen Appartements grundsätzlich mit ihren abgeschlossenen eigenständigen Wohneinheiten als Wohnraum gelten. Das Konzept sehe nur die zeitweise Anwesenheit eines Ansprechpartners für die jungen Menschen vor. Damit liege keine Sonderform des Wohnens sondern Standardwohnen i.S. des Bauplanungsrechts vor.

 

Herr Gabrielsst zunächst darüber abstimmen, ob die Fläche Friedrich-Frank-Bogen aus den aufgeführten Flächen herausgenommen werden solle. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt diesen Vorschlag einstimmig.

 

Im Übrigen nimmt er das Konzept zur Kenntnis und beschließt einstimmig, die weitere Prüfung der anderen Flächen durch die Verwaltung zu beauftragen. Das Ergebnis soll dem Fachausschuss vorgestellt werden.