Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Zukünftige Entwicklung des Dorfes Ochsenwerder  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf
TOP: Ö 12.1.2
Gremium: Bezirksversammlung Bergedorf Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 23.02.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:10 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-1122 Zukünftige Entwicklung des Dorfes Ochsenwerder
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:AfDAktenzeichen:611.00-02
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Herr Wobbe erläutert, dass Oberbillwerder ihn in eine Zwangslage bringe. Er wolle nicht auf der grünen Wiese bauen, möchte sich aber auch nicht gegen den Flächennutzungsplan, dessen Bestandsteil Oberbillwerder ist, stellen.

Ein Großteil der gestrichenen Flächen komme erst in ein paar Jahren zum Tragen.

Er möchte die Vier- und Marschlande erhalten und als Erholungsraum für Menschen sichern. Oberbillwerder möchte er mitgestalten.

Die Fläche A4_8, Butterberg, soll nicht gestrichen werden.

 

Herr Meyer wirft ein, dass die Flächen in Billwerder genauso viel wert sind wie in Oberbillwerder. 

 

Herr Kleszcz will die Fläche A4_8 Butterberg auch nicht streichen.

Ländliche Regionen seien vom demographischen Wandel geprägt. Bei der Entwicklung von Ochsenwerder sieht er eine Revitalisierung durch den Zuzug von außen.

Auf der Fläche A2_10 Fritz-Reuter-Sportplatz könne er sich Wohnungsbau vorstellen, aber nur bei einer einvernehmlichen Lösung mit der TSG Bergedorf. Er weist darauf hin, dass der Sportplatz kein öffentlicher Sportplatz ist. 

 

Herr Noetzel sieht Wohungsbau im ländlich geprägten Bereich nicht ohne Probleme. Er wirft der SPD vor, sich über eine Einigung durch die Bürgerbeteiligung in Ochsenwerder hinwegzusetzen. Er sieht keine städtebauliche Notwendigkeit in den Plänen der SPD. In Oberbillwerder findet jetzt Landwirtschaft statt. In Ochsenwerder gebe es einen Siedlungszusammenhang. 

 

Herr Jobs sieht viele gute Gründe, Oberbillwerder zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen. Mit wesentlichen Teilen der Dorfbevölkerung  in Ochsenwerder habe es Diskussionen und ein einvernehmliches Ergebnis gegeben, das mit einem Federstrich weg ist, ohne die Menschen einzubinden. Er lehnt die Streichungen im Wohnungsbauprogramm ab.

 

Herr Scharnke sieht in der Bürgerbeteiligung in Ochsenwerder keine echte Bürgerbeteiligung. Es habe fünf Termine gegeben, wobei bei drei Terminen die Öffentlichkeit ausgeschlossen gewesen sei. Grundlage der Stadtwerkstatt war die Notwendigkeit von Wohnungen. Diese Notwendigkeit gibt es mit Oberbillwerder nicht mehr.

 

Frau Garbers appelliert an die Abgeordneten, ehrlich abzustimmen.

 

 

Die Bezirksversammlung stimmt nach der von der CDU vorgeschlagenen Liste und der Ergänzung von Herrn Meyer (Fläche A4_6) wie folgt ab:

 

A2_10 Fritz-Reuter-Sportplatz streichen - mehrheitlich bei den Ja-Stimmen der CDU und der AfD abgelehnt.

 

A4_4 Ortskern Fünfhausen, westlich Homannring streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

A4_6 Kirchendeich lassen - einstimmig beschlossen.

 

A4_7 Ortskern Ochsenwerder, Elversweg / Dorfer Bogen streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

A4_8 Ortskern Ochsenwerder, Butterberg lassen - einstimmig beschlossen.

 

B4_1 Ortskern Curslack, Curslacker Deich / Tönerweg Einstufung als C-Fläche - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_1 Ortskern Ochsenwerder, Elversweg / Schule streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_2 Ortskern Ochsenwerder, Ochsenwerder Landscheideweg streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_3 Ortskern Ochsenwerder, Ochsenwerder Landstraße streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_4 Ortskern Ochsenwerder, Spadenländer Weg streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_5 Fünfhausen, Beim Kistendorf / Sandbrack streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_6 Neuengamme, Feldstegel Zweitreihenbebauung streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_7 Curslack, nördlich der Schule streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

C4_8 Altengamme, Horster Damm streichen - mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen.

 

Alle anderen Flächen bleiben in Kapitel 6 des Wohnungsbauprogramms.