Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Öffentliche Fragestunde  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf
TOP: Ö 1
Gremium: Bezirksversammlung Bergedorf Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 30.03.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:45 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
 
Protokoll

Wohnkomplex am Helmut-Hübner-Weg

 

Eine Anwohnerin des Helmut-Hübner-Wegs fragt zum geplanten Wohnkomplex warum weder Politik noch die SAGA GWG mit den Anwohnerinnen und Anwohnern kommunizieren. Es geht ihr um verloren gehende Parkplätze und um Verschattung.

 

Herr Emrich antwortet, dass er für die Nachverdichtung ist. Der Bauausschuss fordert allerdings eine Anwohnerbeteiligung. Die Verschattenungsstudie hat ergeben, dass der neue Wohnkomplex keine normwidrigen Schatten werfen wird. Der vorhandene Parkplatz wird nicht voll ausgenutzt, deshalb sei es schwierig, mehr Parkraum zu fordern. Je mehr Bedingungen man stelle, desto höher werde die Miete. Ziel sei es hier aber, günstigen Wohnraum zu schaffen.

 

Herr Mohrenberg antwortet, dass hier günstiger Wohnraum geschaffen wird. Die Verschattungsstudie habe ergeben, dass es keinen Schatten geben wird, der stark beeinträchtige. Deshalb habe er sich für die Nachverdichtung ausgesprochen. Das Bezirksamt sucht das Gespräch mit der SAGA. Der neue Wohnkomplex soll verträglich für alle Nachbarn sein.

 

Herr Mirbach stellt fest, dass der Bauausschuss einstimmig entschieden hat. Die Verschattung ist nicht gravierend. Es soll günstiger Wohnraum geschaffen werden.

 

Herr Fleige erläutert, dass abgewogen wurde zwischen Parkplatz und Wohnraum. Eine Tiefgarage sei teuer und würde die Mieten in die Höhe treiben.

 

Die Anwohnerin wird Gelegenheit bekommen, die Verschattungsstudie einzusehen.

 

 

 

Runder Tisch Nettelnburg

 

Ein Anwohner der Randersweide möchte wissen, warum die Runde Tisch noch nicht wieder einberufen wurde. Er fragt außerdem, wer die Planung zur Umgestaltung in Auftrag gegeben hat und warum darüber nicht am Runden Tisch gesprochen wurde. Er bittet die Bezirksversammlung, sich für Tempo 30 einzusetzen, weil die Häuser an der Randersweide den Belastungen der LKWs nicht gewachsen sind.

 

Herr Springborn antwortet, dass der Runde Tisch zuletzt am 6.12.2016 getagt hat. Es gebe keinen festen Rhythmus. Zu einer Sitzung wird eingeladen, wenn etwas vorliegt. Im 1. Quartal 2017 sollte eine Zählung stattfinden. Tempo 30 hält er für sinnvoll. Es gebe eine erneute Anfrage an die Fachbehörde.

 

Herr Mirbach antwortet, dass eine Anfrage auf dem Weg gebracht wurde. Es sieht so aus, als bewege sich nichts. Den Wunsch, Tempo 30 einzurichten, hält er für nachvollziehbar. Er möchte das im Sinne der Anwohner bis Ende der Legislaturperiode geklärt haben.

 

Herr Fleige unterstützt das Anliegen des Anwohners. Die Straße ist in der Lärmaktionsplanung enthalten. Die Verkehrszahlen basieren auf alten Zählungen. Bei der Umplanung der Straßen muss berücksichtigt werden, dass die Entwässerung auch Starkregenereignisse bewältigen kann. Radfahrstreifen hält er für sicherer als Hochbordstreifen.

 

 

Herr Froh fragt, wer den Planungsauftrag für den Kreisel gegeben hat.

 

Protokollnotiz:

Es gibt keinen Planungsauftrag. Die Firma ARGUS soll prüfen, ob dort ein Kreisel gebaut werden könnte.

 

 

 

Binnenfeldredder / Bünt

 

Ein Anwohner des Binnenfeldredder fragt, warum an der Entscheidung aus 2015, eine stark genutzte Parkanlage zu vernichten, entgegen der Entscheidung vom ZKF aus 2016, auf die Inanspruchnahme von Parkanlagen zu verzichten, festgehalten wird. Warum wird nicht die Fläche des Gartenbauamts komplett genutzt, so dass ein größerer Teil der Parkanlage erhalten bleiben kann?

 

Herr Dornquast antwortet, dass in der Stellungnahme des ZKF zu der Fläche grundsätzlich darauf hingewiesen wurde, dass man die Parkanlagen bisher weitgehend aufgrund der Erholungsfunktion nicht in Anspruch nehmen würde. Es gab jedoch keine Entscheidung des ZKF, komplett auf die Nutzung für Unterkünfte zu verzichten, wenn es andere Gründe gibt, die dafür sprechen. Die entscheidenden Gründe für die negative Bewertung der zitierten, im Rahmen des Workshops geprüften Parkfläche waren zum einen, dass sie im Gegensatz zur Fläche Binnenfeldredder / Bünt Teil eines ausgewiesenen Landschaftsschutzgebietes ist. Zudem ist die Fläche u.a. aufgrund der extremen Hanglage mit Höhenunterschieden von 5 bis 13 Metern bautechnisch ungeeignet.

 

 

 

Mittlerer Landweg

 

Ein Anwohner des Mittleren Landwegs fragt,

1. Warum ist die BI zu keinen weiteren Gesprächstreffen bezüglich der Gestaltung des ETSV Geländes und der Sporthalle eingeladen worden?

2. Wieso hat Herr Dornquast sich von Beginn an für einen Einfeldhalle ausgesprochen?

3. Wird der Gymnastikraum im 1. Obergeschoss des Umkleidetraktes nicht behindertengerecht gebaut?

4. Wieso wird die Nutzungsmöglichkeit einer Zweifeldhalle auf dem ETSV Gelände so massiv in Frage gestellt?

 

Herr Dornquast antwortet, dass  bei der Sitzung der Bürgerinitiative der Bau der Sporthalle auf der TO stand. Er wäre auch auskunftsfähig gewesen. Der Punkt wurde aber nicht aufgerufen weil nur über die künftige Belegung gesprochen wurde.

Er spreche sich nicht generell für eine Einfeldhalle aus. Die Bürgerschaft hat eine erweiterbare Einfeldhalle beschlossen. Der Beschluss der Bürgerschaft wurde nach der Unterzeichnung der Teilvereinbarung gefasst.

Barrierefrei sind die neue Turnhalle und deren Umkleideräume sowie die Gymnastikhalle in unmittelbarer Nachbarschaft. Deshalb werde kein Fahrstuhl eingebaut.

TSG und SVNA halten eine Zweifeldhalle nicht für erforderlich.

 

Herr Emrich antwortet, dass die CDU weiterhin eine Mehrfeldhalle fordert. Das sei aber schwierig, wenn die beteiligten Vereine mit einer teilbaren Einfeldhalle mehr anfangen können. Die Bedarfe müssen abgedeckt sein.