Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Entwicklungskonzept für die zukünftige Nutzung der "Haus im Park" Fläche - beschlossene Fassung Bericht des Bezirksamtsleiters zur Planung / Zeitplan  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 05.04.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:40 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-1079 Entwicklungskonzept für die zukünftige Nutzung der "Haus im Park" Fläche - beschlossene Fassung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:CDU-FraktionAktenzeichen:139.10-07/3010
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Nach der heutigen Jury-Entscheidung werde es eine innerhalb des Zeitplans liegende Umsiedlung der Nutzungen des jetzigen Haus im Park geben, beginnt Herr Dornquast. Die derzeitige Planung gehe davon aus, dass man im April 2020 das KörberHaus beziehen könne. Bis dahin würden die Nutzungen derrber Stiftung am bisherigen Standort weiter in Betrieb bleiben.

Bisher habe man keine Entscheidung treffen müssen, was mit den beiden Grundstücken am Gräpelweg passieren solle. Zunächst müsse geklärt werden, ob die Gebäude weiter genutzt werden sollen oder nicht. Es gebe verschiedene Ideen für eine Weiternutzung, aber auch Überlegungen, dort eine ganz andere Nutzung vorzusehen. Im Moment halte er es für richtig, abzuwarten, ob sich die Ideen für eine Fortführung einer Nutzung des vorhandenen Gebäudes als realisierbar und tragfähig erweisen. In dem Falle halte er es für vernünftiger, das vorhandene Gebäude weiter existieren zu lassen, als es abzureißen und eine andere Nutzung zu etablieren. Im Laufe dieses Jahres nne seiner Einschätzung nach geklärt werden, ob es eine erfolgversprechende Anschlussnutzung gebe.

Sollte es nicht zu einer Folgenutzung kommen und man die üblichen Vorlaufzeiten für Schaffung von Planrecht zugrunde lege, sse Anfang 2019 das aktive Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt. Somit bleibe das ganze Jahr 2018 Zeit, über gliche andere Nachnutzungen nachzudenken. In dem Zuge werde man die Grundstücke mit den betroffenen Nachbarn im guten Einvernehmen entwickeln.

Abschließend erläutert Herr Dornquast, dass im Moment ein Ertrag durch die Veräerung des städtischen Teils des Grundstücks Gräpelweg im Finanzierungskonzept für den Neubau des KörberHauses nicht zwingend vorgesehen sei. Derzeit sei man optimistisch, dass das Projekt auch ohne einen solchen Ertrag wirtschaftlich passgenau entstehen könne. Auch aus dem Wettbewerbsverfahren heraus gebe es keine Kostensteigerung, da der Siegerentwurf im Rahmen der Kostenvorgabe geblieben sei.

 

Herr Roßborg meint, dass bei einer Nachnutzung in jedem Fall eine energetische Sanierung erforderlich sei und fragt, wer diese bezahle.

 

Herr Dornquast erwidert, dass sich der Sanierungsbedarf bei einem Verkauf auf den Kaufpreis auswirken werde. Bei einer Vermietung könne geregelt werden, dass der Mieter die Sanierung auf eigene Kosten durchführe und eine entsprechend reduzierte Miete zahle. Eine weitereglichkeit sei, dass er die normale Miete zahle und damit die Sanierungskosten, die dann vom Bezirksamt getragen werden, abgedeckt seien.

 

Herr Omniczynski legt Wert darauf, dass bis Ende 2017 zumindest eine Grundsatzentscheidung über eine mögliche Übergabe an einen Nachnutzer feststehen sollte, um so die Spekulationen einzudämmen.

 

Herr Dornquast stimmt ihm zu, zumal auch ein potentieller Nachnutzer Planungssicherheit benötige.

 

Frau Kotzbauchte wissen, inwieweit die Bezirksversammlung in die Verhandlungen mit glichen Nachnutzern mit eingebunden werde. Ein Thema, das alle bewege, sei das Bewegungsbad.

 

Man werde gemeinsam zu einer guten Lösung kommen, versichert Herr Dornquast. Alle bisherigen Interessenten für eine Nachnutzung des Gebäudes hätten den Betrieb des Schwimmbads in ihre Überlegungen mit einbezogen.

 

Herr Gabriel fragt nach dem Stand der Einladungsbemühungen für einen Referenten des Denkmalschutzamts.

 

Da es verschiedene vielversprechende Ansätze gebe, das Gebäude weiter zu nutzen, sei ein Abriss die weniger wahrscheinliche Option und die Klärung, ob es als städtebauliches Denkmal zu schützen, nicht dringlich, erklärt Herr Dornquast.

 

Herr Illmerlt es dagegen jetzt schon für sinnvoll, die Frage zu stellen. Müsse man das Gebäude aus Denkmalschutzerwägungen erhalten, stünden die Überlegungen, was künftig dort geschehe, in einem ganz anderen Licht.

 

Herr Dornquast gibt Herrn Illmer Recht und kündigt an, das Thema im nächsten Jour fixe mit dem Denkmalschutzamt am 27.04.2017 anzusprechen.

 

Herr Omniczynski bittet um einen Zwischenbericht im der nächsten Sitzung über das Ergebnis des Gesprächs.