Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Vereinsgebundener und nicht organisierter Volleyballsport sowie öffentlich zugängliche Beachvolleyballplätze im Bezirk Bergedorf  

 
 
Sitzung des Fachausschusses für Sport und Bildung
TOP: Ö 3
Gremium: Fachausschuss für Sport und Bildung Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 08.05.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:45 Anlass: Sitzung
Raum: Kleiner Sitzungssaal, Erdgeschoss
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Der Vorsitzende erinnert an die im Zuge der letzten Sitzung gefassten Beschlüsse, der Ertüchtigung der Beachvolleyballanlage am Allermöher See zuzustimmen und die Verwaltung zu bitten, weitere Standorte im Bezirk zu suchen. Er hat zur Vertiefung der Debatte die Vorsitzende des Volleyballverbandes Hamburg (HVbV) und als Vertreter des Breitensports Herrn Pape vom Sportverein Atlantik97 eingeladen.

 

Frau Dr. Kleipodszus berichtet auf Grundlage der beigefügten Präsentation von den Aktivitäten und Zielen des HvbV.

 

Herr Pape stellt sich als für den Bereich Volleyball zuständiger Abteilungsleiter des BFSV Atlantik97 vor. Er erklärt, in Neuallermöhe Kindern und Jugendlichen mit Angeboten im Bereich des Breitensports ein niedrigschwelliges Integrationsangebot unterbreiten zu wollen.   Sein Verein ist darüber hinaus aber auch wettkampforientiert tätig und tritt im Volleyball in Neuallermöhe als VC Allermöhe auf. Derzeit werden 100 bis 120 Personen erreicht.

Mit der Wettkampforientierung wird versucht, Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund aus anderen Stadtteilen nach Neuallermöhe zu bringen.

Die bestehenden Beachvolleyballanlagen in Neuallermöhe werden für niedrigschwellige Angebote genutzt.

Die Anlage in der Grünen Mitte wird aufgrund ihrer unattraktiven Lage allerdings kaum zweckgemäß benutzt und ist daher verwahrlost. Hinzu kommt, dass der Platz schwer einsehbar ist. Durch die infolgedessen starke Verschmutzung mit Scherben und Anderem besteht für potentielle Spieler zudem ein hohes Verletzungsrisiko.

Im Gegensatz hierzu erfreut sich die Anlage am Allermöher See einer großen Nachfrage. Nachteilig ist hier jedoch das angebrachte schwere Stahlnetz, das aufgrund seines hohen Gewichtes die Pfähle nach innen zieht und somit durchhängt. Insofern bittet Herr Pape die Verwaltung, bei der Gestaltung künftiger Anlagen die sportfachliche Kompetenz der Vereine und des Verbandes einzuholen.

 

Herr Papenscht sich, dass die künftigen Parkanlagen sowohl für Freizeitsportler wie auch für Verbands- und Vereinsspieler nutzbar sein sollten. Insofern wären vernünftige, strukturierte Anlagen, die durch einen Verein betreut werden, sinnvoll. Zu klären wäre, wer die entsprechende Verantwortung übernehmen könnte.

 

Herr Schramm berichtet, dass die Sprunggrube auf der vom VfL Lohbrügge betreuten Sportanlage in Lohbrügge auch für Beachvolleyball genutzt wird. An den Badeseen könnte durch die Badeaufsicht eine gewisse Betreuung der Anlage sichergestellt werden.

Der Vorsitzende fragt, ob nicht die Volleyballabteilungen beispielsweise der TSG oder des SVNA eventuell in Kooperation mit Schulen eine regelmäßige Pflege der Anlagen gewährleisten könnten. Der VC Allermöhe könnte zum Beispiel mit der Gretel-Bergmann-Schule kooperieren.

Herr Pape erklärt seine Aufgeschlossenheit gegenüber diesem Vorschlag, obwohl bisher keine Versuche in dieser Richtung unternommen wurden.

 

Auf Nachfrage des Vorsitzenden teilt Herr Charles mit, dass die Beachvolleyballanlagen im Sommer grundsätzlich wöchentlich begangen werden sollen. Allerdings steht nach den Wochenenden aus pragmatischen Gründen zunächst die Müllbeseitigung an den Badeseen im Fokus. Er konstatiert, dass ungenutzte Anlagen verkrauten und erklärt, dass der Anlage in der Grünen Mitte ein Bezug zum Wasser bzw. zum Strand fehlt und dass es dort deshalb auch wenige am Spiel interessierte Besucher gibt.

Die Problematik mit dem vandalismussicheren Stahlnetz war ihm bisher nicht bewusst. Ein regelmäßiger Austausch anderer Netze ist bei öffentlichen Anlagen nicht leistbar.

 

Herr Pape und Frau Dr. Kleipodszus regen an, nur Pfähle mit einer Befestigungsmöglichkeit vorzuhalten, da Hobbyspieler meist über eigene Netze verfügen.

 

Herr Krönker schlägt vor, die Träger der offenen Jugendarbeit anzusprechen und deren Vorstellungen zu erfragen. Unter Umständen könnten Netze und Bälle von hier zur Verfügung gestellt werden. Der Vorsitzendelt eine Einbindung der offenen Jugendhilfe für sinnhaft, wenn die Wege zu den Anlagen kurz sind. Am Allermöher See würde sich hingegen die vorhandene Rettungsstation zum Vorhalten von Netzen und Bällen anbieten.

Herr Springborn begrüßt diesen Vorschlag und befürwortet die Gründung von Netzwerken beispielsweise mit dem Verein SIWA, den Jugendzentren oder Rettungsstationen. Am Hohendeicher See böten sich die Surfschule und der dortige Kiosk an.

 

Herr Charleslt es für denkbar, den Platz in der Grünen Mitte nach einer Herrichtung einem interessierten Verein zur Verfügung zu stellen. Herr Pape bezeichnet die Anlage aufgrund ihrer Lage als für Vereine uninteressant und schlägt stattdessen vor, eine Betreuung durch Schüler des Gymnasiums Allermöhe zu organisieren.

 

Weitere geeignete Flächen müssten laut Herrn Charles aufgrund des potenziellen Lärmpegels immer einen gewissen Abstand zu Wohnhäusern haben. Zudem ist es schwierig, Beachvolleyballplätze in bestehende Grünanlagen zu integrieren, da diese hier gestalterisch meist nicht passen. Aufgrund dieser Schwierigkeiten sieht er weitere Standorte am ehesten in den neu entstehenden Baugebieten. Herr Charles zeigt sich offen für geeignete Standortvorschläge. 

 

Herr Schmidt bringt die in Trägerschaft des TSG befindliche Anlage des Juzena als möglichen Standort für eine Beachvolleyballanlage ins Gespräch. Dort gibt es eine offene Situation, zudem ist bereits eine Skate-Anlage vorhanden und die Betreuung wäre gewährleistet.

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 HVbV_Sportausschuss_2017_05_08 (1392 KB)