Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Breitbandförderverfahren im Landgebiet  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Regionalausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 06.11.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:50 Anlass: Sitzung
Raum: Schule Fünfhausen
Ort: Durchdeich 108, 21037 Hamburg
 
Protokoll

Herr Jarchowhrt einleitend aus, dass das Thema schon sehr lange im Regionalausschuss erörtert wird.

 

Herr Angerer erläutert, dass eine Information des Regionalausschusses erst zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist, weil die Ausbauplanung aktuell abgeschlossen ist. Die Detailplanung wird anschließend durch die Kollegen der Deutschen Telekom Technik GmbH vorgestellt.

 

Zum Anspruch des Bürgers auf eine sog. Universaldienstleistung gehört auch die Internet -Versorgung. Bergedorf und andere Bereiche sind unterversorgt, erhöhte Bedarfe können nicht befriedigt werden. Der freie Markt sollte die Versorgungslage regeln, was durch die wenigen Kunden im großflächigen Bereich der Vier- und Marschlande nicht umgesetzt wurde und zu einem Marktversagen“ geführt hat.

 

Ein Förderverfahren, das gemeinsam mit dem Bund finanziert und durchgeführt wird, sieht vor, 6,5 Mio € zur Verbesserung der Internetversorgung aufzuwenden. Die Ausschreibung ist beendet, die Deutsche Telekom hat den Zuschlag erhalten. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Dezember 2018 /Januar 2019 vorgesehen.

 

Herr Lammermann stellt sich als Leiter des Planungsteams der Deutschen Telekom GmbH vor. Die Ausschreibung erfolgte für den gesamten Hamburger Stadtbereich, in dem ca. 11.000 Haushalte betroffen sind. Die Baumaßnahmen im Bezirk Bergedorf, die das umfangreichste Cluster des Förderprogramms darstellen, werden ab April 2019 bis Ende 2020 von zwei Firmen durchgeführt werden. Es werden auf ca. 30 km Tiefbaumaßnahmen erforderlich werden, durch die Verkehrsbehinderungen entstehen können.

 

Ansprechpartner ist der Regionalmanager der Deutschen Telekom GmbH, Herr Brause, der für Nachfragen unter Andreas.Brause@telekom.de zu erreichen ist.

 

Eine Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen und Anwohner wird vor Beginn der Baumaßnahmen durchgeführt.

 

 

Zur Frage von Herrn Froh, welches Gerät nach der Abschaltung von ISDN sinnvollerweise angeschafft wird, rät Herr Brause, diese konkrete Frage nach der IP-Umstellung in einem Telekom-Shop zu stellen.

 

Frau Garberschte wissen, bis zu welchem Termin die Haushalte, die im aktuellen Förderprogramm nicht angeschlossen werden, damit rechnennnen, angeschlossen zu werden. Herr Angerer bedauert, dass eine Prognose zum derzeitigen Planungsstand nicht möglich ist. Das Förderprogramm als Eingriff in die Marktwirtschaft ist äerst sensibel zu handhaben und in Zusammenarbeit mit dem Bund sehr langwierig. In ca. 6 Monaten ist eine konkretere Aussage möglich.

 

Herr Capelettit, die weiteren Ausbaumaßnahmen mit dem Tiefbauprogramm zu koordinieren. Herr Angererhrt aus, dass die Kabel nach Möglichkeit in den Nebenflächen verlegt werden.

 

Zum Hinweis von Herrn Froh, dass s.E. bei der Digitalisierung der Schulen Leerrohre verlegt wurden, teilt Herr Angerer mit, dass aktuell ein Kataster der vorhandener Leerrohre erstellt und deren Nutzungsmöglichkeit geprüft wird.

 

Auf die Frage von Herrn Külper, wie hoch der prozentuale Anteil von Glasfaserkabel ist, antwortet Herr Angerer, dass ausschließlich Glasfaserkabel verlegt wird. Von den 300 km Glasfaserkabel werden ca. 50 % in Bergedorf verlegt. Der Koalitionsvertrag sieht 2025 Glasfaser für alle vor. Momentan wird mit der Vectoring-Technik, bei der der Hausanschluss eines Glasfaserkabels in Kupfer erfolgt, ein Anschluss von 100 Mbit glich.  

 

Herr Angerer antwortet Herrn Meyer auf die Frage, ob auch Strecken, die von Vodafone bedient werden, verbessert werden, dass es sich um einen freien Markt handelt, der allen Anbietern die Möglichkeit gibt, ihr Angebot zu unterbreiten. Die Telekom hat lediglich die europaweite Ausschreibung für das aktuelle Förderprogramm gewonnen.

 

Zur Frage einer Bürgerin, welche Fristen einzuhalten sind und den Wunsch, dass der Staat Druck auf die betreffenden Firmen ausüben möge, stellt Herr Angerer klar, dass der Staat keine Möglichkeit hat, Druck auszuüben, sondern nur fördern kann. Herr Brause ergänzt, dass ein Upgrade des bestehenden Vertrages jederzeit auch ohne Kündigung möglich ist.

 

Herrn Grotheer erläutert Herr Brause zum Bereich Fünfhausen, dass bestehende weiße Flecken aufgezeigt werden und das Glasfasernetz ausgebaut wird.

 

Herr Jarchow dankt den Referenten für die Ausführungen und bittet darum, aktuelle Informationen dem Regionalausschuss zeitnah mitzuteilen.