Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Aktuelle Stunde 100 Jahre Frauenwahlrecht - Was gibt es in Bergedorf noch zu tun?  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf
TOP: Ö 1
Gremium: Bezirksversammlung Bergedorf Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 29.11.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:40 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
 
Protokoll

Frau Winkler betont, dass die Gleichberechtigung auch nach 100 Jahren Frauenwahlrecht noch nicht vollständig erreicht ist. Teilweise würden Frauen weniger Lohn erhalten, aber Frauen seien in ehrenamtlicher sozialer Arbeit anerkannt. Es müsse etwas getan werden für den Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt. Es gebe noch kein Wahlrecht für Migrantinnen. Es fehle ein Sitz für eine weitere Frauenärztin in Bergedorf. Es fehle eine Frauenbeauftragte in Bergedorf. Für den 8. März 2019 plant der Runde Frauentisch zum internationalen Frauentag eine Feier am Serrahn, bei der ein Frauenbeirat gefordert wird.  

 

Frau Lenné stellt klar, dass es noch weit ist zur Gleichberechtigung von Frauen. Vieles lasse sich strukturell nur auf Bundesebene klären. Sie fordert eine Frauenbeauftragte. Sie kündigt einen Frauenbeirat an.

 

Frau Weßling möchte mehr Frauen auf die Politik aufmerksam machen. Es seien mehr Frauen erwerbstätig, es gebe das Recht auf Kitaplätze und das Recht auf Teilzeit. Frauen verdienen aber weniger, werden öfter diskriminiert und sind öfter von Armut bedroht. Die sozialen Berufe müssten besser bezahlt werden. Für Familie und Beruf müsste eine bessere Vereinbarkeit gelingen. 

 

Frau Rüssau fordert auf, gegen die Unterschiede beim Lohn für gleiche Arbeit, die es immer noch gebe,  zu kämpfen. Sie fragt, was der Staat tun kann. Sie weist auf die Frauentagsfeier am 8. März 2019 am Serrahn hin. 

 

Nach Auffassung von Herrn Meister ist die Gleichberechtigung bereits erreicht. Menschen müssten als  Individuen gesehen werden und nicht in Gruppen eingeteilt werden. Es gebe keinen Grund, die Spaltung voranzutreiben. Männer und Frauen würden unterschiedliche Berufe wählen.