Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Forum Tideelbe - Machbarkeitsstudie Ebbe und Flut in der Dove-Elbe sofort stoppen  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Regionalausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 12.02.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:20 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-1917 Forum Tideelbe - Machbarkeitsstudie Ebbe und Flut in der Dove-Elbe sofort stoppen
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:CDU-Fraktion
SPD-Fraktion
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Herr Gabrielhrt aus, dass er noch Ebbe und Flut in der Dove-Elbe erlebt hat, die seit 1952 als stehendes Gewässer ein funktionierendes Ökosystem gebildet hat.

 

Die Öffnung würde nach seiner Auffassung folgende Änderungen zur Folge haben:

 

  • Das bestehende Ökosystem würde zerstört, evtl. ein neues entstehen.
  • Die verbesserte Wasserqualität würde wieder schlechter.
  • Die Berufsschifffahrt würde beeinträchtigt.
  • Die Bootsverleiher würden beeinträchtigt.
  • Die Sportschiffer (Segler etc.) würden beeinträchtigt.
  • Die Regattastrecke wäre nicht mehr nutzbar.
  • Die Viehweiden an der Dove-Elbe wären nicht mehr nutzbar.

 

Zusammenfassend stellt Herr Gabriel fest, dass die Durchhrung der Machbarkeitsstudie Geldverschwendung sei.

 

Herr Froh erinnert daran, dass Referenten zur Erörterung der Planungen angefordert wurden. In der Informationsveranstaltung wurde deutlich, dass ein Tidenhub von 2 m erwartet wird. Der politische Wille zur Durchführung der Machbarkeitsstudie fehlt und die weitere Nutzung der Dove-Elbe einschließlich der landwirtschaftlichen Nutzung wird als notwendig erachtet.

 

Herr Mirbach befürchtet auch negative Auswirkungen für Angler und anliegende Gebäude.

 

Frau Rüssau spricht sich für die Durchführung der Machbarkeitsstudie aus, um eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Öffnung der Dove-Elbe für Ebbe und Flut zu haben.

 

Herr Gronault den finanziellen Aufwand für die Durchführung der geplanten Machbarkeitsstudie r unverhältnismäßig. Die Kulturlandschaft der Vier- und Marschlande sollte nicht als Experimentierfeld für das Tidemanagement genutzt werden. Neben der möglichen Erhöhung des Wasserstandes sieht er auch die Ablagerungen von Sedimenten und möglichem Hafenschlick in der Dove-Elbe als problematisch an.

 

 

Der Regionalausschuss beschließt mehrheitlich bei einer Gegenstimme (GRÜNE):

 

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,

 

  1. sich bei den zuständigen Stellen vom Forum Tideelbe und zuständigen Behörden dafür einzusetzen, dass die Planung einer Machbarkeitsstudie für die Öffnung der Dove-Elbe sofort gestoppt wird.

 

  1. das Ergebnis ist dem RgA spätestens in der Aprilsitzung vorzustellen.

 

Der Bezirksversammlung wird entsprechend berichtet.