Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Lichtverschmutzung in Bergedorf  

 
 
Sitzung des Umweltausschusses
TOP: Ö 9
Gremium: Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 15.05.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:45 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-1911.01 Lichtverschmutzung in Bergedorf
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort
Verfasser:Fraktion GRÜNE BergedorfBezüglich:
20-1911
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Herr Fleige fragt unter Bezugnahme auf die Antwort zur ersten Frage, inwieweit die Beleuchtung von Geh- und Radwegen einer anderen DIN unterliegt, als die der Fahrbahn. Seines Erachtens sind Geh- und Radwege häufig nicht optimal ausgeleuchtet.

 

Herr Charles geht davon aus, dass auch Geh- und Radwege entsprechend der hierfür einschlägigen DIN beleuchtet werden. Er wird dies jedoch hinterfragen und das Ergebnis zu Protokoll mitteilen.

 

Protokollnotiz:

Die Beleuchtung der Geh- und Radwege erfolgt auf Grundlage der gleichen technischen Regeln. Dennoch unterscheiden sich die lichttechnischen Anforderungen, da die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit verschiedenen Sehaufgaben konfrontiert sind. Maßgeblich ist dabei unter anderem die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Auges an zeitlich und räumlich veränderliche Helligkeiten und Kontraste. Daher sind Fahrbahnen in der Regel heller beleuchtet als Geh- und Radwege.

 

Ferner bezieht sich Herr Fleige auf Frage vier und zeigt sich verwundert, dass in der Antwort mitgeteilt wird, dass Bewegungsmelder keine Anwendung finden.

Herr Fleige erinnert an die Vorstellung des Projektes My-Smart-Life im Fachausschuss für Verkehr und Inneres am 15.04.19. Hier wurde der Einbau von Bewegungsmeldern in die Straßenbeleuchtung als Erfolg des Projektes dargestellt. Herrn Fleige ist dieser Widerspruch unverständlich. Er kündigt ein diesbezügliches Auskunftsersuchen seiner Fraktion an.

 

Herr Fleige bemängelt zudem die nächtliche Ausleuchtung von einigen Parkplätzen im halböffentlichen Raum. Als Beispiel führt er den Hauni-Parkplatz an. Er bittet die Verwaltung, in derartigen Fällen das Gespräch mit den Betreibern zu suchen. Dies könnte eine Aufgabe für die Klimaschutzmanagerin sein.

Eine weitere Aufgabe für die Klimaschutzmanagerin sieht Herr Fleige in der Erteilung von Auflagen gemäß § 22 des Bundesimmissionsschutzgesetzes für Werbeanbieter im öffentlichen Raum. In dieser Vorschrift wird geregelt, dass nur unvermeidliche Beleuchtungen zu akzeptieren sind.   

 

Herr Charles wird diese Anregungen weiterleiten.

 

Herr Wegner weist darauf hin, dass die immissionsrechtliche Prüfung für gewerbliche Anlagen im Baugenehmigungsverfahren erfolgt. Herr Zaum erinnert im Hinblick auf unbeleuchtete Parkplätze an das Sicherheitsempfinden der Nutzer.