Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Sachstand Projekt „Nachhaltige Veranstaltungen“  

 
 
Sitzung des Umweltausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Umweltausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 15.05.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:45 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
20-2041 Sachstand Projekt „Nachhaltige Veranstaltungen“
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilung
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Herr Zaum fragt, weshalb der Ausschuss nicht umgehend beschließen kann, dassnftige Verträge die Veranstalter verpflichten, auf Einweggeschirr zu verzichten. Herr Charles wird diese Frage zu Protokoll beantworten.

 

Protokollnotiz:

Das Bezirksamt hat bereits in früherer Zeit versucht,  die Verwendung von Einweggeschirr verpflichtend einzuführen. Ein vollständige Umsetzung scheiterte allerdings an fehlenden Rahmenbedingungen; beispielhaft sei auf folgende Aspekte hingewiesen wie z.B.:

  • Mit Blick auf die Größe der Veranstaltungsfläche bei Stadt- und Hafenfest sind vergleichsweise wenige Einleitstellen vorhanden; aufwändige mobile Pump- und Leitungssysteme müssten für den Betrieb zentraler Spüleinrichtungen installiert werden,
  • wenige Einleitstellen ermöglichen nur eine geringe Anzahl von zentralen Spüleinrichtungen und ziehen damit erhebliche Transportweg für schmutziges und sauberes Geschirr und Gläser nach sich,
  • bei hohem Besucherandrang lässt die Sorgfalt beim Spülvorgang und im Umgang mit Sauberen Mehrwegartikeln zu wünschen übrig
  • die Wirtschaftlichkeit von Veranstaltungen wird schon jetzt angesichts der Sondernutzungsgebühren als kritisch bewertet (geringe Zahl von Bewerbungen im Zusammenhang mit Interessenbekundungsverfahren)
  • bei einer auf Bergedorf beschränkten Forderungrde sich die Konkurrenzsituation zwischen Kern- und Randbereichen Hamburgs weiter verschärfen.

Im Rahmen der Erlaubniserteilungen wird auch noch jetzt die Verwendung von Mehrweggeschirr „nach Möglichkeit“ gefordert und vielfach zumindest bei Getränken umgesetzt (vgl. z.B. Weihnachtsmarkt, Weinfest aber Stadtfest).

Darüber hinaus  finden seit einiger Zeit überregionale Bemühungen statt („Green Events“) und hier sind zur Durchführung nachhaltiger Veranstaltungen entsprechende Handreichungen und Checklisten in Vorbereitung. Zudem ist in der BUE am 3.6.19 ein Gespräche mit namenhaften Veranstaltern Hamburgs zum Thema geplant.

Es wird empfohlen, die Ergebnisse dieser Bemühungen und des Gespräches abzuwarten und dem nicht mit Einzelentscheidungen vorzugreifen.

 

 

 

Die Vorsitzende erachtet es für wichtig, dass der Bezirk hier eine Vorreiterrolle einnimmt und plädiert dafür, bei der nächsten Gelegenheit entsprechende Bedingungen festzulegen.