Bezirksversammlung Bergedorf

Auszug - Bergedorf auf dem Weg zur autofreien Innenstadt: Einrichtung einer Fußgängerzone in der Schloßstraße - ergänzte Fassung  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf
TOP: Ö 12.5
Gremium: Bezirksversammlung Bergedorf Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 26.09.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:15 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal, 1.Stock
Ort: Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
21-0115 Bergedorf auf dem Weg zur autofreien Innenstadt: Einrichtung einer Fußgängerzone in der Schloßstraße - ergänzte Fassung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:Fraktion GRÜNE Bergedorf
Fraktion DIE LINKE
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
 
Protokoll

Für Frau Rüssau ist der Antrag ein erster Schritt. Beim Runden Tisch Sachsentor sei die Idee eingebracht worden, die Bergedorfer Schloßstraße autofrei zu machen, um Außengastronomie möglich zu machen. Es handele sich um einen Prüfantrag. Wenn das Projekt gut läuft, könne man prüfen, wie die Einkaufsstraße attraktiver gestaltet werden kann.

 

Herr Tilsner wird zustimmen. Beim Runden Tisch habe es eine breite Zustimmung gegeben. Die Gastronomie habe Schwierigkeiten mit dem Durchgangsverkehr. Es sei ein guter Vorschlag, über ein Pilotprojekt nachzudenken.

 

Herr Capeletti hat die Diskussion beim Runden Tisch anders verstanden. Es sei nicht um die autofreie Innenstadt gegangen, sondern um die Steigerung der Attraktivität und der Aufenthaltsqualität. Der Stadtentwicklungsausschuss (SEA) habe sich bereits mit der Steigerung der Attraktivität der Schloßstraße beschäftigt (Drs. 20-0030.02 aus Januar 2016) und habe die Weiterentwicklung auf Grundlage des Workshopverfahrens empfohlen. Er spricht sich dafür aus, dieses Verfahren weiterzuführen. Er befürchtet, dass die Menschen nicht mehr nach Bergedorf kommen, wenn sie die Innenstadt nicht mehr mit dem Auto erreichen können. 

 

Herr Meyns stimmt dem Antrag zu. Er hält es für sinnvoll, alle Beteiligten anzuhören. Mit einer autofreien Innenstadt werde die Attraktivität erhöht.

 

Herr Krohn geht auf die grundsätzliche Situation von Autofahrern ein. Parkgebühren würden steigen, Parkplätze würden abgebaut, der Verkehr nehme zu. In 30er-Zonen würden Autos mehr Schadstoffe ausstoßen. Die Bergedorfer Schloßstraße sei in der Nähe eines Parkhauses. Er lehnt den Antrag ab.

 

Herr Gruber besteht darauf, dass bei einem Umbau der Schloßstraße der Zugang zum Parkhaus gewährleistet bleibt. Er unterstützt den Antrag.

 

Herr Krönker weist darauf hin, dass es um einen Prozess gehe. Es müsse gemeinsam beraten werden, wie Aufenthaltsqualität gesteigert werden kann. Er bittet um Zustimmung zum Antrag.

 

Frau Garbers verweist auf die Erfahrungen der Geschäfte in Ottensen. Dort sei der Verkauf radikal zurückgegangen. Sie fragt, wie der Markt zu erreichen ist, wenn die Schloßstraße autofrei ist.

 

Frau Rüssau stellt klar, dass das Parkhaus per Auto zu erreichen bleibt. Im Vinhagenweg fallen die Parkplätze weg, um gegenläufigen Verkehr zuzulassen. Krankentransporte zur Dialysepraxis bleiben erlaubt, ebenso der Anlieferverkehr.

 

Herr Jobs hält den Prüfauftrag für einen Schritt nach vorne. Es sei das Gebot der Stunde, so etwas auszuprobieren.

 

Die Bezirksversammlung lehnt mehrheitlich bei den Ja-Stimmen der CDU und AfD den Antrag von Herrn Capeletti ab, den Beschluss des SEA aufzunehmen.

 

Die Bezirksversammlung beschließt den Antrag mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU und der AfD.