Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XIX-1538  

 
 
Betreff: Überschuldung von Privatpersonen in Bergedorf
Status:öffentlichDrucksache-Art:Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG
  Aktenzeichen:132.00-03
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
11.07.2013 
Sitzung des Hauptausschusses an Fachausschuss verwiesen   
Bezirksversammlung Bergedorf
29.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf zur Kenntnis genommen     

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Anfrage der BAbg. Jersch, Heilmann, Yildiz, Fraktion DIE LINKE

Am 08.02.2013 schrieb das Hamburger Abendblatt, dass 16,5 Prozent der Bergedorfer/innen ihre Verbindlichkeiten nicht begleichen können. Nach dem Bericht sind 17.451 Bergedorfer/innen überschuldet. Das ist die höchste Quote an Schuldnerinnen und Schuldnern in einem Hamburg Bezirk.

Seit 2003 ist die Schuldnerberatung keine staatliche Aufgabe mehr. In Bergedorf nimmt diese Aufgabe  die Hamburger Arbeits-Beschäftigungsgesellschaft mbH (HAB) war.

Fragen:

Wir fragen das Bezirksamt:

  1. Wie lange läuft der Vertrag mit der HAB?
  2. Wie hoch ist das jährliche Gesamtbudget der Bergedorfer Beratungsstelle?
  3. Wie sieht die Öffentlichkeitsarbeit der Beratungsstelle aus?
  4. Gibt es eine Form der Zusammenarbeit oder Kooperation mit der Schuldnerberatung der HAB und dem Bezirksamt in Bergedorf?

4.1 Wenn ja, welche?

  1. Wie lang ist die durchschnittliche Wartezeit auf eine Beratung in Bergedorf?
  2. Wie lang ist die durchschnittliche Betreuungszeit pro Schuldner in Bergedorf?
  3. Wie viele Fälle hat die Schuldnerberatung in den letzten Jahren (2007 – 2012) pro Jahr in Bergedorf bearbeitet?
  4. Wie hoch ist der Anteil erfolgreich abgeschlossener Fälle pro Jahr seit 2007 bis 2013 in Bergedorf?
  5. Wie hoch ist die Zahl der Beratungsabbrüche pro Jahr seit 2007 bis 2013 in Bergedorf?
  6. Wie sieht die Inanspruchnahme der Kurz- und Notfallberatung in der Bergedorfer Schuldnerberatung aus? Bitte aufschlüsseln: Anzahl pro Jahr von 2007 bis 2013.
  7. Die Bergedorfer Schuldnerberatung ist nur 2,5 Std. in der Woche zur Anmeldung geöffnet. Gibt es Aktivitäten des Bezirksamtes angesichts der Anzahl an Schuldner/innen in Bergedorf, das Angebot der Schuldnerberatung auszuweiten? Dies gilt ebenso für die Notfallsprechstunden, die nur 1,5 Std. pro Woche angeboten werden.
  8. Es ist auffällig, dass gerade die 18- bis 30-Jährigen  am stärksten von Überschuldung betroffen sind (28,5 Prozent). Welche speziellen Angebote werden dieser Gruppe gemacht?
  9. Welche Rolle spielt die Gefahr der Überschuldung im Rahmen des Unterrichts an Bergedorfer Schulen? Gibt es hier eine Zusammenarbeit oder einen Erfahrungsaustausch zwischen Schulen, Bezirksamt und HAB?
  10. Werden Schuldnerberater an Bergedorfer Schulen eingeladen?
  11. Ist die Bergedorfer Schuldnerberatung der HAB in das Projekt „Lernen vor Ort“ des Bezirksamtes einbezogen worden?

15.1          Wenn ja: in welcher Form?

15.2          Wenn nein, warum nicht?

  1. Gibt es einen Austausch an Erfahrungen zwischen der Jugendhilfe in Bergedorf und der Schuldnerberatung im Hinblick auf die Hilfen für betroffene Jugendliche und junge Erwachsene?
  2. Was ist notwendig, um eine Ausweitung der Schuldnerberatung der HAB in Bergedorf zu erreichen?
  3. Sieht das Bezirksamt auch die Notwendigkeit, eine Schuldnerberatung in Neuallermöhe bzw. in Bergedorf-West einzurichten?

Wenn nein, warum nicht?

 


Petitum/Beschluss:

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Anlage/n:

Keine

 

Stammbaum:
XIX-1538   Überschuldung von Privatpersonen in Bergedorf   Dezernat Steuerung und Service   Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG
XIX-1538.1   Überschuldung von Privatpersonen in Bergedorf   Dezernat Steuerung und Service   Antwort
XIX-1538.2   Überschuldung von Privatpersonen in Bergedorf, ergänzte Fassung   Dezernat Steuerung und Service   Antwort