Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XIX-1579  

 
 
Betreff: ADS, ADHS in Bergedorf
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:CDU-FraktionAktenzeichen:509.90-04
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
15.08.2013 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   
Fachausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration
03.09.2013 
Sitzung des Fachausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration zurückgestellt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Antrag der BAbg.Schumacher, Garbers und Fraktion der CDU

 

 

Der Bundesverband der Krankenkassen hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die sich mit dem rasanten Anstieg der Vergabe von Ritalin (mit dem Wirkstoff Methylphenidat), einem verschreibungspflichtigen Medikament zur Dämpfung der Aktivität bzw. der Hyperaktivität, befasst.

Diese Untersuchung wurde sodann von den Krankenkassenverbänden auf die Bundesländer und auf die größeren Städte herunter gebrochen.

Das Ergebnis für Hamburg war erschreckend: Hamburg hat den absolut höchsten Anteil in der Verschreibungspraxis für dieses Medikament, und zwar bundesweit im Vergleich zu den anderen Bundesländern und zu den größeren Städten. Zum Teil lag der Wert in doppelter Höhe, sowohl was die Anzahl der Verordnungen als auch die Menge des verordneten Medikaments angeht.

Dabei betraf die Untersuchung nur Schulkinder.

Leider hat die Untersuchung keine Schlussfolgerung in der Studie vorgenommen, sowohl was die Verschreibungspraxis, den inhaltlichen Wert solcher Verordnungen und daraus folgende Maßnahmen betraf.

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Wir beantragen, die Bezirksversammlung möge beschließen:

 

Das Gesundheitsamt Bergedorf wird aufgefordert, ggf. mit Unterstützung eines weiteren fachlich versierten Referenten, im Fachausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration die Untersuchungsergebnisse zu interpretieren. Dies auch unter dem Aspekt, dass es in Hamburg eine fast 300 prozentige Überversorgung von Psychiatern gibt, die u. a. dieses Medikament verordnen können.

Ebenfalls soll der Referent des Gesundheitsamts zur Beurteilung in der Lage sein, ob Hamburgs Kinder deutlich unruhiger sind als z. B. in anderen Bundesländern – hier vor allem unter dem Aspekt, wie störend sich unruhige Kinder in der Schule darstellen und ob die Schule Anteil an der Forderung nach Dämpfung der Hyperaktivität hat.

 

 


Anlage/n: