Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XIX-1597  

 
 
Betreff: Studentischer Ideenwettbewerb Serrahnufer / Kampdeich
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:SPD-FraktionAktenzeichen:641.00-08
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
29.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Antrag der BAbg. Kleszcz, Omniczynski, Baden, Gabriel und SPD-Fraktion

 

Der Bereich Serrahnufer / Kampdeich zwischen der Bergedorfer Straße und Stuhlrohrstraße ist spätestens seit der Errichtung des Mahnmals für Zwangsarbeiter ein wichtiger Punkt im Bergedorfer Stadtbild. Die räumliche und planerische Gestaltung des Serrahnufers und des Kampdeichs ist stark verbesserungsfähig. Denn insbesondere durch das Mahnmal für Zwangsarbeiter muss die räumliche Bedeutung anders und besser dargestellt werden.

 

Neben der räumlichen Gestaltung hat sich die Bezirksversammlung in den vergangenen Jahren häufig mit der Situation der suchtkranken Menschen in diesem Bereich befasst. Ideen, wie die Errichtung eines Trinkerraumes, konnten aus vielerlei Gründen nicht realisiert werden. Neue Ansätze sind bisher nicht gefunden worden. Dies ist ein Problem in doppelter Hinsicht. Denn zum einen hat sich die Situation der suchtkranken Menschen dort nicht verändert bzw. verbessert und zum anderen gibt es erste Anzeichen eines „Broken-Windows-Prozesses“ im Bereich dieses öffentlichen Raumes.

 

Erforderlich ist deswegen eine ganzheitlich und wissenschaftlich fundierte Betrachtung der räumlichen und sozialen Situation dieses Raumes und daraus abgeleiteten Umsetzungsideen.

 


Petitum/Beschluss:

 

Wir beantragen daher, die Bezirksversammlung möge beschließen:

 

1. Der Bezirksamtsleiter und das vorsitzende Mitglied der Bezirksversammlung fragen bei dem Fachbereich Stadtplanung der HafenCity Universität Hamburg an, ob sich im Zuge des Masterstudiums Stadtplanung ein M1- oder M2-Projekt von Studentinnen und Studenten mit der Gestaltung und Situation in dem Bereich Serrahnufer / Kampdeich, zwischen der Bergedorfer Straße und Stuhlrohrstraße, befassen kann.

Ziel des Projektes soll sein,

1.1.              Ideen für eine gestalterische und räumlich Aufwertung des Fußgängerbereichs zu entwerfen. Dabei soll das Mahnmal für die Zwangsarbeiter in dem Entwurf besonders bedacht werden. Die Ideen können auch anknüpfen an die geplante Neugestaltung des Bergedorfer Hafens.

1.2.              Ideen für eine landschaftsplanerische und strukturelle Aufwertung des Serrahnufers zu entwerfen.

1.3.              sich eindringlich mit der Situation der suchtkranken Menschen zu befassen, die sich aktuell in diesem Bereich aufhalten, und Lösungsansätze für die Betreuung und räumliche Situation der Menschen zu entwerfen. 

 

2. Das Bezirksamt stellt den Studentinnen und Studenten alle relevanten Informationen und Daten zur Verfügung, die sie für ihre Arbeit benötigen. Außerdem sollen alle Dezernate und Abteilungen des Bezirksamtes den Studentinnen und Studenten beratend zur Verfügung stehen. Ferner stellt das Bezirksamt die notwendigen Kontakte zu anderen Institutionen und Personen her, die für die Arbeit der Studentinnen und Studenten erforderlich sind.

 

3. Das Bezirksamt prüft während der Projektphase die Finanzierungsmöglichkeiten einer gestalterischen und räumlichen Aufwertung. Dabei können sowohl investive Sondermittel der Bezirksversammlung bedacht werden als auch weitere bezirkliche und hamburgische Investitionstitel. Darüber hinaus wird das Bezirksamt  beauftragt, bei den anliegenden Einzelhändlern und dem Eigentümer des Fachmarktzentrums eine finanzielle Beteiligung an den möglichen Investitionsmaßnahmen einzuwerben. 

 


Anlage/n:

 

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