Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0212  

 
 
Betreff: Sanierungskosten Lichtwarkhaus - geänderte Fassung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:Fraktion DIE LINKEAktenzeichen:139.10-04
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
04.12.2014 
Sitzung des Hauptausschusses      
12.02.2015 
Sitzung des Hauptausschusses      
Bezirksversammlung Bergedorf
27.11.2014 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf an Fachausschuss verwiesen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Antrag der BAbg. Sturmhoebel, Jobs, Mirbach, Winkler - Fraktion DIE LINKE

 

Zur Vorgeschichte: Es gab eine Untersuchung der Beratungsfirma üNN zur Entwicklung eines Nutzungs- und Sanierungskonzeptes für das Lichtwarkhaus. In der Drucksachen-Nr. XIX/1131 vom 06.03.2013 ist u.a. zu lesen: "Der Untersuchungsbericht ist unter dem Link: http://www.hamburg.de/bergedorf/3890482/nutzungskonzept-lichtwarkhaus.html einsehbar. Der Untersuchungsauftrag bezog sich sowohl auf Nutzungsbedarfe für als Lichtwarkhaus als auch auf bauliche Veränderungsmöglichkeiten. Im Zuge der Untersuchungen stellte sich dann heraus, dass der bauliche und energetische Zustand des Lichtwarkhauses erheblichen Investitionsbedarf auslöst." Festzustellen ist, dass der Untersuchungsbericht über diesen Link nicht mehr aufrufbar ist. Auch über die „Portalsuche“ auf www.hamburg.de erhält man unter dem Suchbegriff „Nutzungskonzept Lichtwarkhaus“ keinen Treffer (mehr).

 

In der Drucksachen-Nr. XIX-1839.1 vom 27.01.2014 lesen wir u.a.: "Die Bergedorfer Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe von 2. Januar unter der Überschrift: 'Lichtwark-Ei: Das Geld reicht nicht', dass diese Pläne nicht mehr aktuell sind, da man für den Verkauf des Grundstückes offensichtlich nicht den gewünschten Preis erzielen könnte."

 

Dann wird aus dem von üNN im Jahr 2012 vorgelegte Gutachten die Kostenaufstellung vorgestellt:

"1. Umbaumaßnahmen am Gebäude 1.045.000 €

2. Technische Gebäudeausstattung 400.960 €

3. Energetische Sanierung des Dachs 565.960 €

4. Herrichtung der Außenflächen 145.000 €

Summe 2.156.920 €“

 

Die aufgeführten Zahlen stellen nur eine grobe Schätzung dar; aktuellere und genauere Aussagen könnten nur über Fachgutachten zu den einzelnen Gewerken erfolgen."

 

Daneben müssen wir heute feststellen: Die Finanzierung eines Neubaus ist nicht gesichert. Das Grundstück des alten Lichtwarkhauses ist nicht in der Verfügungsgewalt des Bezirksamtes. Selbst wenn es zu einem Verkauf käme, ist noch nicht sicher, dass der Erlös des Verkaufs von Bergedorf für ein neues Lichtwarkhaus ausgegeben werden kann.

 

Es gibt anscheinend noch keinen Investor, der das Grundstück des alten Lichtwarkhauses erwerben möchte. Durch die hohen Kosten der Gründung auf schwierigem Gelände und den Kosten des Abrisses ist es fraglich, ob eine annähernd ausreichende Summe erzielt werden kann, um damit das neue Lichtwarkhaus bauen zu können. Die bisher eingeplanten RISE-Mittel sind nicht mit Sicherheit in dieser Höhe zum möglichen Zeitpunkt der Realisierung des Projektes zu erwarten.

 

In Anbetracht der mit vielen Unwägbarkeiten behafteten Planung für ein neues Lichtwarkhaus erscheint es notwendig, auch eine Sanierung des jetzigen Lichtwarkhauses in Betracht zu ziehen. Insbesondere auch, um eine Kostenabschätzung als Alternative zu einem Neubau zu bekommen.

 

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung fordert die Verwaltung auf, eine belastbare Aufstellung der notwendigen Sanierungsarbeiten des Lichtwarkhauses sowie deren Kosten auch im Hinblick auf eine energetische Sanierung, die den Vorgaben der Drucksache 20/6208 Kostenstabiles Bauen entspricht, zu erstellen. Dies fordert der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg in der Drucksache: „Die mit dieser Drucksache entwickelten Vorgaben sind verbindlich“.

 

 


Anlage/n:

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Stammbaum:
20-0212   Sanierungskosten Lichtwarkhaus - geänderte Fassung   Dezernat Steuerung und Service   Antrag
20-0212.1   Sanierungskosten Lichtwarkhaus   Dezernat Steuerung und Service   Bericht