Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0533  

 
 
Betreff: Städtebauliche Entwicklung Einkaufszentrum Rappoltweg



Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
  Aktenzeichen:730.02-01
Federführend:Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   
Beratungsfolge:
Stadtentwicklungsausschuss
02.09.2015 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Drei der insgesamt vier Grundeigentümer der Flächen des Einkaufszentrums Rappoltweg streben eine städtebauliche Neuentwicklung des Gebietes an und haben das Architekturbüro petersen pörksen und partner mit der Erstellung eines gemeinsamen Entwicklungskonzeptes beauftragt, welches dem Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 02.09.2015 vorgestellt werden soll. Konkret handelt es sich um folgende Flurstücke:

  • nördliches Flurstück 2764, bisherige Nutzungen: Fitnessbetrieb, Spielhalle
  • westliches Flurstück 2467, bisherige Nutzungen: gewerbliche Nutzung, Wohnungen
  • östliches Flurstück 4249, bisherige Nutzungen: Penny, Allgemeinmedizinerin

 

Konzept

Das städtebauliche Entwicklungskonzept wurde dem kleinen Arbeitskreis mit der Politik am 8. Juli 2015 vorgestellt. Es sieht auf den drei Grundstücken insgesamt vier Baukörper mit ca. 130 - 150 Wohneinheiten (je nach Geschossigkeit) vor, die sich um einen grünen Wohnhof mit Spielplatz und Treffpunkt gruppieren, der sich mit der Umgebung vernetzt. Es ist eine Nord-Süd-Verbindung zum übergeordneten Grünzug vorgesehen. Die westlichen Bereiche werden ebenfalls durch vorgesehene Wege angebunden.

Hinsichtlich der Geschossigkeit der Gebäude sieht das dem Arbeitskreis vorgestelltem Konzept (Variante I: 131 WE) überwiegend 4 - 5geschossige Baukörper, z.T. zuzüglich Staffelgeschoss sowie im Kreuzungsbereich Rappoltweg / Dohnányiweg einen städtebaulichen Hochpunkt mit 6 Geschossen plus Staffelgeschoss vor. Das nach dem Arbeitskreis überarbeitete Konzept (Variante II: 148 WE) beinhaltet eine Erhöhung von einem Vollgeschoss für die Gebäude auf dem nördlichen sowie östlichen Grundstück.

Die Wohneinheiten und Nutzungen verteilen sich wie folgt:

 

 

Flurstück

Wohneinheiten

Nutzung

nördliches Flurstück 2764

48 (Variante I)

57 (Variante II)

-     überwiegend 2 - 4-Zimmer Wohnungen

-     30% öffentlich geförderter Wohnungsbau

westliches Flurstück 2467

 

40 (in beiden Variante)

 

-     Servicewohnungen

-     überwiegend 1 ½ - 3-Zimmer Wohnungen

-     30% öffentlich geförderter Wohnungsbau

östliches Flurstück 4249

 

43 (Variante I)

51 (Variante II)

 

-     EG: Kombination aus medizinischen Praxen, physiotherapeutischen Einrichtungen und ggf. Gewerbe / Nahversorger (bis 300 qm)

-     OG: überwiegend 2 - 3-Zimmer Wohnungen

-     30% öffentlich geförderter Wohnungsbau

 

Die drei Grundeigentümer haben sich darauf verständigt, dass ein Funktionsplan erstellt werden soll sowie für die weitere Bearbeitung ein Landschaftsplaner hinzugezogen werden soll, da u.a. eine attraktive und wohldurchdachte Gestaltung der Platzsituation aufgrund des Geländesprungs eine gesonderte fachliche Betrachtung erforderlich macht.

 

Nahversorgung

Die Eigentümer haben in den Gesprächen deutlich gemacht, dass alle bekannten Einzelhandelsketten abgefragt wurden, dass bisher aber kein Nahversorger für den Standort Rappoltweg akquiriert werden konnte. Die Politik hat in dem Arbeitskreis deutlich hervorgehoben, dass zur Versorgung der örtlichen Bevölkerung ein Lebensmittelmarkt an diesem Standort für erforderlich gehalten wird.

 

Planrecht

Für die o.g. Flächen am Rappoltweg  existiert kein qualifizierter Bebauungsplan. Das Bauvorhaben wird nach § 34 BauGB beurteilt und muss sich somit nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise sowie der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die nähere Umgebung einfügen.

 

Weiteres Vorgehen

Die Eigentümer der Grundstücke beabsichtigen eine möglichst zeitnahe Realisierung der Neubebauung. Der Stadtentwicklungsausschuss wird daher um eine Entscheidung gebeten, ob er den Planungen grundsätzlich zustimmt bzw. ob er ggf. bestimmte Bedingungen an die Variante 2 mit ihrer höheren baulichen Dichte stellen will.

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Stadtentwicklungsausschuss stimmt den vorgestellten Entwicklungen im Bereich des EKZ Rappoltweg grundsätzlich zu.

Beschlussvarianten:

  1. Es wird eine Realisierung der Variante 1 befürwortet.
  2. Es wird eine Realisierung der Variante 2 befürwortet.

 


Anlage/n:

 

1. Rappoltweg Variante I

2. Rappoltweg Variante II 

Stammbaum:
20-0533   Städtebauliche Entwicklung Einkaufszentrum Rappoltweg   Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   Beschlussvorlage
20-0533.1   Städtebauliche Entwicklung Einkaufszentrum Rappoltweg, hier: Sachstandsbericht   Dezernat Steuerung und Service   Mitteilung