Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0545  

 
 
Betreff: Jungenarbeit in Bergedorf: Bedarf klären - neue Netzwerke schaffen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Fraktion GRÜNE BergedorfAktenzeichen:441.00-04
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
24.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Antrag der BAbg. Krönker, Lühr, Rüssau und Grüne Fraktion Bergedorf

 

Im Jugendhilfeausschuss am 19.5.2015 referierte Herr Schütt über die Notwendigkeit und entsprechende Konzepte der pädagogischen und sozialen Arbeit mit Jungen. Er machte darauf aufmerksam, dass in vielen gesellschaftlichen Einrichtungen die Entwicklung der Jungen besorgniserregend sei.

 

In den Beratungsabteilungen der Schulen (ReBBZ), den therapeutischen Praxen, den Erziehungsberatungsstellen, der Jugendhilfe und den Hilfen zur Erziehung ist der Anteil der Jungen unverhältnismäßig hoch. Dies beginnt in den frühen Hilfen und im Kitabereich und zieht sich über die Schulzeit bis hin zu den Unterstützungen bei jungen Volljährigen und Jungerwachsenen. Symptomatisch für die ungleiche Entwicklung ist auch, dass ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) bei Jungen viermal häufiger diagnostiziert wird als bei Mädchen. (vgl. Bundesgesundheitsblatt 2007, 50, 827-835)

 

Die Entwicklung zeigt, dass nach Jahrzehnten intensiver Förderung von Frauen und Mädchen jetzt verstärkt die Sozialisation der Jungen besser unterstützt und gefördert werden muss um das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern aufzuheben. Das Angebot an pädagogischen Angeboten speziell für Jungen in Bergedorf ist, wie auch in der Sitzung des JHA am 19.5.2015 deutlich wurde, recht dünn bis gar nicht vorhanden.

 


Petitum/Beschluss:

Vor diesem Hintergrund fordern wir die Verwaltung auf:

 

1. Die Verwaltung lädt die Träger der Jugendhilfe zu einem Fachgespräch ein, um die Bedarfe zu eruieren und um in einem Austausch zu kommen, wie ein Netzwerk Jungenarbeit in Bergedorf entstehen kann.

 

2. Die zuständige Mitarbeiterin zur Koordination der regionalen Bildungskonferenz setzt sich dafür ein, dass eine der nächsten regionalen Bildungskonferenzen sich mit dem Thema Jungenarbeit in der Schule schwerpunktmäßig befasst.

 

3. Die Verwaltung berichtet dem Jugendhilfeausschuss über die Ergebnisse.

 

 


Anlage/n:

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