Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0549  

 
 
Betreff: Informations- und Begegnungszentrum für Flüchtlinge in Bergedorf
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Fraktion GRÜNE Bergedorf
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
24.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf an Fachausschuss verwiesen   
Fachausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration
03.11.2015 
Sitzung des Fachausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration (offen)   
12.01.2016 
Sitzung des Fachausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Antrag der BAbg. Lühr, Rüssau, Krönker und Grüne Fraktion Bergedorf

 

Eine dringende Aufgabe ist zurzeit die menschenwürdige Unterbringung von Geflüchteten. Dabei darf aber nicht aus den Augen verloren werden, dass es genauso wichtig ist, die Menschen möglichst schnell in die Gesellschaft zu integrieren und den Übergang in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dazu gehört unter anderem die Vermittllung von Deutschkenntnissen und der Kontakt zu anderen Bürgerinnen und Bürgern.

Dies sind große Aufgaben, die aufgrund der ständig steigenden Zahl ankommender Flüchtlinge gut koordiniert werden müssen. Dafür sind weitere Maßnahmen erforderlich.

Der Hamburger Träger „rdern & wohnen“ kann innerhalb der Wohnunterkünfte lediglich eine Verweisberatung vornehmen mehr ist aufgrund des Verteilerschlüssels nicht möglich. Wir halten es für dringend notwendig, vor Ort im Bezirk ein Beratungsangebot von freien Trägern zu konzentrieren, auch für die Flüchtlinge ohne Status. Wir haben von verschiedenen Seiten erfahren, dass sämtliche Beratungsstellen in der Innenstadt völlig überlaufen sind.

Aber auch für die Ehrenamtlichen ist eine Anlaufstelle vor Ort notwendig. Im Moment ist die Hilfsbereitschaft vieler Menschen sehr groß und eine Integration ist ohne die Ehrenamtlichen nicht möglich. Viele Menschen, die sich engagieren wollen, wissen nicht genau, an wen sie sich wenden können und welche Fähigkeiten u. U. noch gebraucht werden.

Ein Informations- und Begegnungszentrum in Bergedorf wäre die erste „Adresse“ an die sich alle wenden können. Die Begegnung aller Menschen im Bezirk durch Angebote z.B. in Form eines Cafes zu fördern ist wünschenswert. Die Ehrenamtlichen könnten ihre Erfahrungen austauschen und außerhalb der Unterkunft mit Flüchtlingen ins Gespräch kommen und wichtige Kontakte knüpfen.

Das Informations- und Begegnungszentrum soll einerseits die Angebote für alle Flüchtlinge und Ehrenamtlichen in Bergedorf durch freie Träger koordinieren und andererseits Begegnungen zwischen den Menschen ermöglichen.

 


Petitum/Beschluss:

 

  1. Die Bezirksversammlung spricht sich für die Einrichtung eines bezirklichen Informations- und Begegnungszentrum mit freien Tgern aus.
  2. Die Bezirksversammlung bittet die Verwaltung, einen Runden Tisch mit Trägern der Migrations- und Sozialarbeit wie z. B. IB, AWO, Der Begleiter, Pro Asyl, DRK sowie kirchlichen Einrichtungen und Stiftungen einzuberufen. In dem Rahmen können die Träger ihre Angebote darlegen, die sie für ein Informations- und Begegnungszentrum anbieten wollen.
  3. Die Verwaltung berichtet im Haupt- u. Sozialausschuss über die Ergebnisse des Runden Tisches.
  4. Die Verwaltung prüft Liegenschaften, die für die Einrichtung eines Informations- und Begenungszentrums infrage kommen könnten.

 

 


Anlage/n:

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