Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0560  

 
 
Betreff: Städtebauliche Entwicklung der Fläche Butterberg in Ochsenwerder
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   
Beratungsfolge:
Stadtentwicklungsausschuss
07.10.2015 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Im Rahmen der Stadtwerkstatt Ochsenwerder wurden für die Ansiedlung eines Nahversorgers die beiden Flächen „Kirchendeich“ (bevorzugter Standort) und „Butterberg“ (alternativer Standort) vorgeschlagen. Die Fläche „Kirchendeich“ steht jedoch für eine Entwicklung nicht zur Verfügung. Für die Fläche Butterberg besteht Veräußerungsinteresse seitens des Eigentümers sowie ein konkretes Investitionsinteresse für einen Nahversorger und für die Schaffung von Wohnraum. Aus diesem Grund hat der Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 2. September 2015 beschlossen, dass die bisher als Langfristpotenzial festgelegte Fläche Butterberg in die Kategorie A eingestuft wird (siehe Drucksache 20-0233.2).

 

Konzept

Ein erstes städtebauliches Entwicklungskonzept wurde dem Arbeitskreis Vier- und Marschlande am 4. Juni 2015 vorgestellt (siehe Anlage). Es sieht parallel zur Ochsenwerder Landstraße eine Fläche für einen Nahversorger (bis 800 qm, 2-geschossig, im OG Dienstleistungen oder Wohnungen) vor. Östlich der Einzelhandelsfläche schließt sich ein Wohngebiet mit ca. 40 Wohneinheiten an, welches sich aus Mehrfamilienhäusern, Reihen-, Doppel- und Einzelhäusern zusammensetzt. Es ist eine Fußwegverbindung zum Marschbahndamm vorgesehen.

Der Arbeitskreis hat sich für die Durchführung eines Gutachter- bzw. Workshopverfahrens ausgesprochen.

Die Verwaltung hat darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Stadtwerkstatt formuliert wurde, dass die Ausgleichsflächen vorzugsweise in der Brackkette realisiert werden sollten, zumal das Ziel, den zweiten Grünen Ring zu qualifizieren, auf diese Weise umgesetzt werden kann.

 

Nahversorger

Für die beabsichtigte Errichtung eines Nahversorgungsmarktes liegt dem Bezirksamt eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) einer Handelskette vor, die zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht namentlich genannt werden möchte. Die Handelskette weist darauf hin, dass sich eine Verkaufsfläche von 800 qm als etwas zu knapp darstellt.

 

Planungsrecht

Der Flächennutzungsplan stellt Fläche für die Landwirtschaft dar. Das Landschaftsprogramm stellt landwirtschaftliche Kulturlandschaft, überlagert mit Landschaftsschutzgebiet und grüne Wegeverbindung, dar. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes sowie die Änderung der landesplanerischen Pläne sind erforderlich.

 

Weiteres Vorgehen

Für das Plangebiet ist zunächst ein städtebaulich-landschaftsplanerisches Workshopverfahren durchzuführen. Das genaue Konzept hierfür ist noch auszuarbeiten. Für dieses Workshopverfahren sind Grundlagen zur Entwässerung, eine überschlägige naturschutzrechtliche Eingriffs- und Ausgleichsermittlung sowie eine naturschutzfachliche Potenzialanalyse zu erarbeiten. Die Ausgleichsflächen sollen innerhalb der Brackkette vorgesehen und gesichert werden. Der Siegerentwurf soll Grundlage für die Schaffung von Planungsrecht werden.

Die Planungs- und Verfahrenskosten soll ein privater Vorhabenträger übernehmen.

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Stadtentwicklungsausschuss stimmt grundsätzlich, d.h. vorbehaltlich der Abwägung im Bauleitplanverfahren der oben beschriebenen baulichen Entwicklung der Fläche Butterberg sowie dem Vorschlag für das weitere Vorgehen zu.

 


Anlage/n:

 

Plan Butterberg