Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0626.2  

 
 
Betreff: Maßnahmen ÖPNV - Veränderungen im Liniennetz - Stellungnahme
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Bezüglich:
20-0626
Federführend:Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
26.11.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Durch die Mitteilung 20-0626 wurden die Fraktionen über die Neuordnung der Busverkehre in den Siedlungen Nettelnburg und Neuallermöhe informiert. Ziel ist die bessere Anbindung der Neubauge­biete Glasbläserhöfe I+II, sowie Am Weidenstieg. Dieses Ansinnen wird ausdrücklich begrüßt und unter­stützt. Die in der Mitteilung vorgestellte Lösung wird aber abgelehnt.

Begründung:

 

  1. Schon der Ersatz der Linie 334 durch den Metrobus 12 hat zu vielen Irritationen geführt. Nach­dem die Bürger sich daran gewöhnt haben, soll schon wieder alles geändert werden. Dies ist nicht kundenfreundlich.

 

  1. Metrobuslinien sollten generell eine direkte, schnelle Verbindung darstellen. Der geplante Stre­ckenverlauf führt stattdessen zu Umwegen und längeren Fahrzeiten, besonders  für die Fahr­gäste aus Neuallermöhe-West. Die bisherige Nutzung des M12 als schnelle Verbindung von Neuallermöhe nach Bergedorf wird konterkariert.

 

  1. Die Kurt-A.-Körber-Chaussee soll in Zukunft durch die Buslinie 321 bedient werden. Da diese Li­nie aktuell nur zweistündlich verkehrt, ist dies kein ausreichendes Angebot. Neben den Anwoh­nern sind viele Arbeitnehmer (z.B. Hauni) sowie die Schüler (aus Neuallermöhe) der Stadteil­schule Bergedorf auf diese Buslinie angewiesen. Aktuell kommen noch die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte hinzu. Die Einschätzung, dass sich die Fahrgastzahlen in diesem Bereich nach der Schließung des Max-Bahr-Baumarkts deutlich reduziert haben, ist in keiner Weise nachvollziehbar. Durch den neuen Obi-Baumarkt haben sich die Fahrgastzahlen an der Halte­stelle Kurt-A.-Körber-Chaussee (Ost) spürbar erhöht.

 

  1. Die Einstellung der Linie 234 zwischen Fanny-Lewald-Ring und S-Bahn Nettelnburg stellt eben­falls eine Verschlechterung dar. Bisher war es möglich, umsteigefrei von Neuallermöhe Richtung Lohbrügge zu kommen. Diese Verbindung ist nicht nur für Schulkinder wichtig und deshalb sind gezielte Schulfahrten kein Ersatz. Das Umsteigen zwischen den Bushaltestellen S-Nettelnburg und S-Nettelnburg (Südeingang) ist nicht kundenfreundlich. Die Entfernung zwischen den Halte­stellen beträgt ca. 290 m über eine Treppe. Bei Umgehung der Treppe sind es sogar ca. 350 m! Das ist für mobilitätseingeschränkte Personen eine große Herausforderung.

 

Um das genannte Ziel (bessere Anbindung der Neubaugebiete) zu erreichen, ohne die bestehenden Verbindungen deutlich zu verschlechtern, schlagen wir folgende Lösung vor:

Die Linie 234 wird über die jetzige Endhaltestelle Fanny-Lewald-Ring hinaus über die Nettelnburger Straße, die Randersweide und den Weidenbaumsweg bis zum ZOB verlängert. Neben dem oben ge­nannten Ziel ergibt sich auch für die Nettelnburger Bevölkerung eine Verbesserung. Bürger können umsteigefrei nach Neuallermöhe, zum S-Bahnhof Nettelnburg und weiter nach Lohbrügge kommen. Umgekehrt ergibt sich daraus für Bürger aus Neuallermöhe eine attraktive Busverbindung nach Ber­gedorf.

 

Bezirksfraktion der GRÜNEN

SPD-Bezirksfraktion

CDU-Bezirksfraktion

Bezirksfraktion der LINKEN

 

 

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Petitum/Beschluss:

Wir bitten den HVV, einen Referenten in die nächste Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Inne­res zu schicken, damit er den Bürgern und der Politik die vom HVV geplanten Veränderungen er­klärt.

 

 


Anlage/n:

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Stammbaum:
20-0626   Maßnahmen ÖPNV - Veränderungen im Liniennetz   Dezernat Steuerung und Service   Mitteilung
20-0626.1   Maßnahmen ÖPNV - Veränderungen im Liniennetz   Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   Bericht
20-0626.2   Maßnahmen ÖPNV - Veränderungen im Liniennetz - Stellungnahme   Interner Service, Gremienbetreuung und Wahlen   Antrag