Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-0899  

 
 
Betreff: Sonderbedarf für Arztsitze - geänderte Fassung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasserin:Fraktion GRÜNE Bergedorf
SPD-Fraktion
Aktenzeichen:611.00-05
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
21.07.2016 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

der BAbg. Krönker, Lühr, Rüssau und Grüne Fraktion Bergedorf

BAbg. Kotzbau, Gündüz, Lenné und SPD-Fraktion

 

Der Ausschuss Soziales Gesundheit und Integration hat sich in den letzten Sitzungen (12.1., 3.5., 5.7.2016) sehr intensiv mit der ärztlichen Versorgung im Bezirk Bergedorf auseinandergesetzt. Mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung, der Gesundheitsbehörde und dem Bergedorfer Vertreter des Hausärzteverbandes wurden die vielfältigen strukturellen Mängel in der Versorgung differenziert betrachtet und vielfältig diskutiert.

 

Ein grundsätzliche Verbesserung ist aus verschiedenen Gründen kurz- und mittelfristig nicht umsetzbar. Es soll aber weiter punktuell an der Verbesserung gearbeitet werden. Ein Instrument zur Verbesserung der Versorgung ist die Neuschaffung von Arztsitzen als Sonderbedarfe, die einer lokalen Versorgungsproblematik geschuldet sind und die mit fundierten Zahlen hinterlegt werden müssen. In Neuallermöhe und am Gleisdreieck/Mittlerer landweg bestehen lokale Versorgungsproblematiken und diese können mit fundierten Zahlen hinterlegt werden.

 

Obwohl es im ganzen Bezirk Engpässe in der ärztlichen Versorgung gibt, ist ein Sonderbedarf für die gynäkologische Versorgung in Neuallermöhe und ein neuer Hausarztsitz in dem neu entstehenden Qurtier am Gleisdreieck/Mittlerer Landweg besonders dringlich. Die Bewohner dieses Quartiers sind alle Mitglieder der Versichertengemeinschaft und haben einen Anspruch auf eine wohnortnahe Versorgung.

 

 

 

 

 

 


Petitum/Beschluss:

 

1.Die Verwaltung wird aufgefordert, den Sonderbedarf für ein Arztsitz „Gynäkologie“ in Neuallermöhe bei der Kassenärztlichen Vereinigung einzufordern.

 

2. Die Verwaltung wird aufgefordert, den Sonderbedarf für ein Arztsitz „Hausarzt“ in dem neu entstehenden Quartier am Gleisdreieck bei der Kassenärztlichen Vereinigung einzufordern.

 

3.Die Verwaltung wird aufgefordert, sich für eine Sprechstundenregelung mit mehreren Ärzten    bei der Kassenärztlichen Vereinigung einzusetzen, sollte kein interessierter Arzt für die Sonderzulassung zu finden sein. 

4. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein Konzept seitens der Kassenärztlichen Vereinigung einzufordern, wie die Mehrbedarfe an medizinischer Versorgung bewältigt werden sollen, sollte die Sonderzulassung "Hausarzt" abgelehnt werden.

 

 

5. Die Ergebnisse der Bemühungen werden dem SGI berichtet

 

 


Anlage/n:

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