Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-1398  

 
 
Betreff: Verteilungsvorschlag 2018 (siehe unter I. Grundsätzliche Erläuterungen) des Bezirksamtes Bergedorf zum PSP-Element 3-22702010-10000206 Soziale Hilfen und Integration, Betriebskosten Seniorentreffs
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Fachausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration Entscheidung
07.11.2017 
Sitzung des Fachausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

I. Grundsätzliche Erläuterungen und Rechtsgrundlagen

 

Das PSP-Element 3-22702010-10000206 ist Teil der Rahmenzuweisung „Soziale Hilfen (PSP-Element der Fachbehörde 1-257.03.03.604.003). Aus den dem Bezirksamt zur Verfügung gestellten Mitteln sind die Förderungen für die 3 Seniorentreffs, die 5 Seniorenrunden und 5 Seniorenkreise, die 2 Besuchsdienste, den Projektfonds sowie Mieten und Betriebskosten zu bestreiten. Der unter VI. folgende Verteilungsvorschlag basiert auf den mit den Trägern durchgeführten Antragsannahmegesprächen.

 

Die rechtlichen und inhaltlichen Grundlagen für eine Förderung sind in § 71 SGB XII, sowie in der aktuell überarbeiteten Globalrichtlinie „Bezirkliche Seniorenarbeit“ und der Förderrichtlinie zur Seniorenarbeit eingehend beschrieben. Die bezirkliche Seniorenarbeit will dazu beitragen, Schwierigkeiten, die im Alter entstehen können zu verhüten, zu mildern oder zu überwinden. Sie möchte den Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit erhalten, am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen.

Die Seniorenarbeit wird in Bergedorf überwiegend von ehrenamtlichem Engagement getragen und die Öffnungs- und Beratungszeiten addieren sich mit den Besuchszeiten der aufsuchenden Dienste auf jährlich rund 10.000 Stunden. Diese Zahl dokumentiert eindrucksvoll den hohen persönlichen Einsatz, der in diesem Arbeitsfeld ehrenamtlich tätigen Menschen.

Die Begriffe Seniorenrunden (Träger des Angebotes ist das Seniorenbüro) bzw. Seniorenkreise (Träger hier ist die AWO) bezeichnen im Wesentlichen denselben Inhalt. Es handelt sich um angeleitete Treffen von Seniorinnen und Senioren, welche einmal mindestens einmal in der Woche stattfinden.

 

Die Seniorentreffs unterscheiden sich von den voran genannten Angeboten vor allem durch ihre höheren Öffnungs- und Angebotszeiten. Diese umfassen in der Mindestförderung 20-26 Wochenstunden. Werden 30 bzw. 37 Wochenöffnungsstunden überschritten, erhöht sich die Fördersumme um jeweils 1tsd. €. Neben den Seniorentreffs, Seniorenrunden und -kreisen wird wie bisher die anteilige Förderung des Sozialen Zentrums („Der Begleiter“) vorgeschlagen. Des Weiteren schlägt die Verwaltung die Förderung der Besuchsdienste von AWO und den Landfrauen, sowie die Ausstattung des Projektfonds „Seniorenarbeit in Bergedorf“ vor.

 

II. Verfügbares Finanzvolumen

 

Nach gegenwärtigem Planungsstand werden dem Bezirksamt für die Angebote der offenen Seniorenarbeit für 2018 folgende Mittel zur Verfügung stehen.

 

PSP-Element 3-22702010-10000206

(ehemals Titel 1731.684.10)

 

100.000,00 €

Summe der ungebundenen, übertragbaren Haushaltsreste

                 0,00 €

Planungsvolumen 2018

       100.000,00 €

Abzüglich bereits beschlossener Zuwendungen für das Jahr 2018     ./.   25.000,00 €

 

Vorschlag Beschlussfassung für 2018          75.000,00 €

 

 

III. Antragsvolumen

 

Das Antragsvolumen beträgt insgesamt 100.000,00 €. Der Verteilungsvorschlag für 2018 beläuft sich auf eine Gesamtsumme von 75.000,- €.

 

Vorratsbeschluss in 2017 für 2018 erfolgt:

 

Pr. Knz.

Projekt (Träger)

Zuwendung 2017

Antragssumme 2018

Verteilungsvorschlag 2018

S 03

Seniorentreff im Lichtwarkhaus

 

 

9.000,00 €

(AWO Kreis Bergedorf)

9.000,00 €

9.000,00 €

S 07

Seniorentreff „KAP“

9.000,00 €

9.000,00 €

9.000,00 €

(Diakonisches Werk)

S 08

Seniorentreff

7.000,00 €

7.000,00 €

7.000,00 €

(DRK Leuschnerstraße)

 

 

 

 

 

 

Gesamtsumme 

25.000,00 €

25.000,00 €

25.000,00 €

 

 

IV. Verteilung

 

Die vorliegenden Anträge wurden formal und inhaltlich überprüft und im Rahmen der Antragsannahmegespräche konkretisiert. Die Ergebnisse hierzu sind in den jeweiligen Zuwendungsvorgängen dokumentiert. Eine Übersicht und die Kurzbeschreibungen der Projekte sind den nachfolgenden Anlagen zu entnehmen.

 

Das Bezirksamt bat mit der letzten Drucksache für die Beschlussfassung zum Doppelhaushalt 2017/ 2018 für die drei Seniorentreffs für das Jahr 2018 um einen Vorratsbeschluss aus der Gesamtrahmenzuweisung für 2018 (gesamt ebenfalls ursprünglich: 100.000,- €)  in Höhe von 25.000,- €, damit die Pilotierung von zwei-Jahres-Zuwendungen und -Bescheiden umgesetzt werden konnte. Für das Jahr 2018 werden daher in der Übersicht/ Beschlussfassung nur noch die zu beschließenden Zuwendungen abgebildet.

 

 

V. Beschlussantrag

 

Der Fachausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration stimmt dem Verteilungsvorschlag zu und bittet die Bezirksversammlung um eine entsprechende Beschlussfassung.

 

 

VI. Übersicht/ Beschlussfassung über die Antragslage 2018

 

VII. Kommentar

 

Die Fachbehörde hat die angemeldeten Mehrbedarfe für die Jahre 2017 und 2018 für die Seniorenarbeit nachvollzogen.

 

Die Zuwendung für den Besuchsdienst LafüSe im Landgebiet wird für 2018 etwas verringert. Der überwiegende anerkannte Mehrbedarf für Seniorenarbeit wird dem Projektfonds zugewiesen und wurde/ wird jetzt auch für migrantische Angebote eingesetzt. Verschiedene Projekte haben sich aus dem (5.) Bergedorfer Dialog der Kulturen -Termin 05.11.2016  – ergeben. Die einzelnen Projekte wurden bzw. werden unterjährig aus dem Projektfonds/ der laufenden Zuwendung finanziert, eine Gesprächsrunde wechselte vom HVDaR zum Träger Seniorenbüro HH e.V. dauerhaft. Dabei ist es gelungen, möglichst jedem Träger bzw. jedem Sozialraum eine Maßnahme zuzuordnen.

 

Die im Ergebnis der Verwendungsnachweisprüfung für die Zuwendungen 2016 zurückgeforderten Mittel wurden Beschluss gemäß dem Senioren-Projektfonds unterjährig auch dem laufenden Jahr 2017 wieder zur Verfügung gestellt. Hieraus konnten auf kurzem Wege im zurückliegenden Jahr zahlreiche Zuschüsse zu Geselligkeitsveranstaltungen, zu Tagesausflügen oder kleinere (technische) Ausstattungsgegenstände gewährt werden. Dieses Verfahren soll grundsätzlich auch weiterhin gelten, inzwischen kommen auch Angebote für Seniorinnen und Senioren mit migrantischem Hintergrund hinzu.

 

 

Der 5. Bergedorfer Dialog der Kulturen wurde von allen Trägern als Auftaktveranstaltung zur verstärkten Entwicklung von Angeboten für Senior/innen mit migrantischem Hintergrund  verstanden. In den Verlaufsgesprächen für das Bewilligungsjahr 2017 und den aktuellen Antragsannahmegesprächen für 2018 ist festzustellen, dass sich die Träger mit konkreten Angeboten und Ideen auseinandergesetzt haben bzw. konkrete Angebote entwickelt haben bzw. teilweise noch in der Entwicklung sind.

 

Die AWO hat in diesem Jahr den Umzug aus dem Lichtwarkhaus erfahren und stellt sich den neuen Herausforderungen, darüber hinaus gibt Veränderungen für die Donnerstagnachmittags-Angebote, auch hier wird der Bezirk gerne hilfreich begleiten.

 

Vieles ist noch im Prozess und entwickelt fortlaufend weiter. Diese Umgestaltung soll aber zusammen mit den betroffenen Senior/innen und den migrantischen Organisationen gemeinsam – „im interkulturellen Miteinander“ entwickelt werden. Ausgehend von der Fragestellung, wie (gute) Begegnungen geschaffen werden können und welche Angebote fehlen, sollen sich daraus weitere konkrete Projekte ableiten.

 

 

Darüber hinaus bewegen die Träger auch weitere Themen wie zum Beispiel der bevorstehende Generationenwechsel in den STreffs. Dazu die Frage, wie die STreffs zukünftig aussehen sollten, welche Angebote gemacht und wie die STreffs geleitet werden sollten. Es entstehen auch Seniorengruppen in Bürgerhäusern. Die Frage nach Verbindung der Generationen ist im Raum mit dem Stichwort generationsübergreifende Themen und Angebote. Der Quartiersbezug ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Insgesamt ist festzustellen, dass ein guter inhaltlicher Austausch zwischen Bezirksamt und den Trägern besteht und die Träger ihre Aufgabe verantwortungsvoll ausfüllen.

 

 

 

 


 

Vorratsbeschluss in 2017 für 2018 erfolgt:

 

 

 

 

Pr. Knz.

Projekt (Träger)

Zuwendung 2017

Antragssumme 2018

Verteilungsvorschlag 2018

S 03

Seniorentreff im Lichtwarkhaus

 

 

9.000,00 €

(AWO Kreis Bergedorf)

9.000,00 €

9.000,00 €

S 07

Seniorentreff „KAP“

9.000,00 €

9.000,00 €

9.000,00 €

(Diakonisches Werk)

S 08

Seniorentreff

7.000,00 €

7.000,00 €

7.000,00 €

(DRK Leuschnerstraße)

 

 

 

 

 

 

Gesamtsumme 

25.000,00 €

25.000,00 €

25.000,00 €

 

 

 

 

 

Das Bezirksamt bat mit der letzten Drucksache für die Beschlussfassung zum Doppelhaushalt 2017/ 2018 für die drei Seniorentreffs für das Jahr 2018 um einen Vorratsbeschluss aus der Gesamtrahmenzuweisung für 2018 (gesamt ebenfalls ursprünglich: 100.000,- €)  in Höhe von 25.000,- €, damit die Pilotierung von zwei-Jahres-Zuwendungen und -Bescheiden umgesetzt werden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 


Verteilung 2018

 

Seniorentreff der AWO, H4-Hotel, Holzhude 6 (bis Juli 2017 im Lichtwarkhaus) (AWO Kreis Bergedorf)

 

 

Projektkennziffer S 03

 

Projektinformation

Plan

Anzahl der Stellen hauptamtliches Personal (1 geringfügig Besch. 450,-€)

1

Anzahl der Honorarkräfte

0

Ehrenamtliche Kräfte (Gruppenleiter*innen, Helfer*innen

>30

Eigenmittel / Einnahmen

0,- €

Verteilungsvorschlag

9.000,- €

Gruppen

25

Kurse

6

Ausflüge

Keine

Reisen

 

Geselligkeitsveranstaltungen

1

Informationsveranstaltungen

(Verbraucherberatung, Gesundheitsberatung, etc.)

36

Hausbesuche (kein Regelangebot)

 

Teilnehmerinnen/Teilnehmer p.A. (ohne Donnerstagnachmittags-Veranstaltungen

6600

Wochenöffnungszeit (Stunden)

>37

Jahresöffnungszeit in Kalenderwochen

51

 

Öffnungszeiten

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

09.00-17.00 Uhr

09.00-17.00 Uhr

09.00-17.00 Uhr

09.00-17.00 Uhr

09.00-13.00 Uhr

geschlossen

2-3 x p. M.

14.00-16.30 Uhr

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Der Seniorentreff der AWO im H4-Hotel (bis Juli 2017 im Lichtwarkhaus) bietet Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Kontaktpflege. Er wirkt mit seinen Angeboten der Vereinsamung entgegen und unterstützt die Menschen dabei, ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten aufrechtzuerhalten.

 

Das zentrale Angebot erreicht viele Seniorinnen und Senioren. Insbesondere die Donnerstag-Nachmittage erfreuen sich großer Beliebtheit. Aber auch die Angebote im Treff bieten Anregungen für eine aktive Lebensgestaltung und helfen den Seniorinnen und Senioren, sich mit den sich immer schneller ändernden Anforderungen und Möglichkeiten besser zurechtzufinden.

 

Das Lichtwarkhaus, der Besuchsdienst „Vertrauen im Alter“ sowie der Seniorenkreis Bergedorf sind vom Neubau und Abriss sowie der Übergangslösung insbesondere betroffen. Der Umzug hat im Sommer 2017 stattgefunden. Zwischenzeitlich haben sich der Seniorentreff und der Besuchsdienst gut eingelebt. Alles in allem ist der Umzug gut gelaufen, die letzten Punkte klären sich aktuell. Mit dem Einzug im H4-Hotel beginnen schon die ersten Veränderungen. So hat der Seniorentreff Kontakt zur neuen Nachbarschaft aufgenommen und verbindet mit dem kommenden Neubau die einmalige Gelegenheit, zusammen mit den betroffenen Senior/innen – auch „im interkulturellen Miteinander“ Gemeinsamkeiten und Angebote zu entwickeln.

 

Dies gilt auch für den Besuchsdienst „Vertrauen im Alter“ sowie für die Seniorenkreise im Sinne einer guten Nachbarschaft. Insofern werden sich weitere Projekte entwickeln. Der Seniorenkreis Bergedorf hat allerdings zunächst den Leitungswechsel zu verkraften. Der Leitungswechsel spiegelt sich auch in den Donnerstagnachmittags-Angeboten wieder, die sich ihrerseits dadurch ebenso weiter entwickeln werden.

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt. Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.


 

Verteilung 2018

 

Seniorentreff „KAP“ (Diakonisches Werk)

 

 

Projektkennziffer S 07

 

 

Projektinformation

Plan

Anzahl der Stellen hauptamtliches Personal

5 Std. Koordination

Anzahl der Honorarkräfte

4

Ehrenamtliche Kräfte

28

Eigenmittel / Einnahmen

21.823,87 €

Verteilungsvorschlag

9000,00  €

Gruppen

23

Kurse, auch Sprachkurse

4

Ausflüge

8

Reisen

1

Geselligkeitsveranstaltungen

22

Informationsveranstaltungen

(Verbraucherberatung, Gesundheitsberatung,...)

>10

Hausbesuche bei plötzlicher Abwesenheit

Ja

Teilnehmerinnen/Teilnehmer (pro Jahr)

14.620

Wochenöffnungszeit

>37

Jahresöffnungszeit in Kalenderwochen

>49

*die Wochenöffnungszeit wird regelhaft überschritten **Der Treff bleibt im Sommer 3 Wochen geschlossen, die Räume können aber von Gruppen in Eigenverantwortung genutzt werden.

 

(Standard) Öffnungszeiten

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag*

Sonntag*

10-21 Uhr

10-17 Uhr

10-18 Uhr

10-20 Uhr

10-14 Uhr

14tägig

14-17 Uhr

14 tägig

15-18 Uhr

*Stammtisch und Spielkreise

 

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Der Seniorentreff im Gemeindehaus am Kurt-Adams-Platz bietet Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Kontaktpflege. Er wirkt Vereinsamung entgegen und unterstützt die Menschen dabei, ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten aufrecht zu erhalten. In dem Gemeindezentrum sind sehr viele unterschiedliche Gruppen präsent und dies verleiht dem Treff eine sehr produktive und heitere Note.

 

Die Angebote im Treff bieten Anregungen für eine aktive Lebensgestaltung und helfen den Seniorinnen und Senioren, sich mit den sich immer schneller ändernden Anforderungen und Möglichkeiten besser zurechtzufinden. Zum Angebot hinzugekommen sind Sprachkurse. Die Angebote insgesamt werden zunehmend auch von muslimischen Seniorinnen und Senioren angenommen. Dies ist umso bemerkenswerter, als nicht nur eine Integration seitens der Herkunft beginnt, sondern auch religiöse Grenzen überschritten werden. Die Seniorenrunde Lohbrügge (KAP) (Deutsche aus Russland) und die Seniorengruppe des Seniorentreffs KAP/ Diakonisches Werk sind zunehmend gut miteinander verbunden. Der Träger möchte seine bestehenden Angebote vertiefen und die gesamte Entwicklung im Seniorentreff weiter ausbauen und sich zu einem interkulturellen Treff entwickeln. In Lohbrügge gibt es mehrere Angebote und in naher Nachbarschaft entsteht zudem eine größere Unterkunft. Auch die Kontakte in die Nachbarschaften zum besseren Kennenlernen möchte der Träger weiter entwickeln.

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt und auch die Verwaltung des „Projektfonds Seniorenarbeit“ übernommen. Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.

 

Verteilung 2018

 

Seniorentreff Leuschnerstraße (DRK)

 

 

Projektkennziffer S 08

 

 

Projektinformation

Plan

Anzahl der Stellen hauptamtliches Personal (Std. p.W.)

12

Anzahl der Honorarkräfte

0

Ehrenamtliche Kräfte

5

Eigenmittel / Einnahmen

4970,84 €

Verteilungsvorschlag

7.000,-  €

Gruppen

5

Kurse

1

Ausflüge

12

Reisen*

0

Geselligkeitsveranstaltungen sowie „saisonale“ Feste

90

Informationsveranstaltungen (Verbraucher-, Gesundheitsberatung)

6

Kontaktpflege (Nachfragen, Hausbesuche)

Ja

Teilnehmerinnen/Teilnehmer (Zahl der Besuch)

7408

Wochenöffnungszeit (Std.)

26

Jahresöffnungszeit in Kalenderwochen

46

*Vom Träger werden aber spezielle Reisen für Seniorinnen und Senioren angeboten. Die betreuten Reisen werden dann u.a. von einer Krankenschwester begleitet.

 

Öffnungszeiten**

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

9.30-13.30

9.30-13.30

9.30-13.30

9.30-13.30

9.30-13.30

10.00-12.00

14tägig

 

**Während der Abwesenheit der hauptamtlichen Kraft gibt es an zwei Wochentagen eine Vertretung, daneben stehen die Räume Gruppen zur Nutzung offen.

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Der Seniorentreff des DRK in der Leuschnerstraße 103 bietet Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Kontaktpflege. Er wirkt der Vereinsamung entgegen und unterstützt die Menschen dabei, ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten aufrechtzuerhalten. Die Angebote im Treff bieten Anregungen für eine aktive Lebensgestaltung und unterstützen die Seniorinnen und Senioren dabei, sich in den schnell ändernden Lebensverhältnissen zu Recht zu finden. Der Treff ist sehr schön gelegen und die Menschen können ohne Straßenquerung das Grüne Zentrum erreichen. Außerhalb der Angebotszeiten des Treffs stehen die Räume Verbänden und Vereinen zur Verfügung. Der Träger organisiert für die Seniorinnen und Senioren jeweils im Jahr mehrere Reisen (14 tägig). Dieses Jahr fanden drei Reisen (1x Italien und 2x Spanien) statt.

 

Der Träger ging ganz offensiv in den 5. Bergedorfer Dialog der Kulturen und versprach sich viele Impulse für seine weitere Arbeit. Es sollte eine Gruppe mit migrantischen Seniorinnen und Senioren gegründet werden, diese afghanische „gemischte“ Gruppe besteht seitdem, ferner ist eine weitere Gruppe entstanden, in der sich afghanische Männer alleine treffen. Eine weitere Idee soll umgesetzt werden: Interkulturelle Nachmittage mit Reiseberichten und entsprechendem „Gebäck“. Evtl. bestehende Sprachbarrieren werden durch Sprachkurs-/ Übersetzungsangebot begegnet. Ferner will der Träger Begegnungen schaffen über gemeinsame Feste und Treffen, über die Kurse hinweg. Der Träger profitiert dabei von seinen Mitarbeiter/innen, die aus etlichen Herkunftsländern kommen, die hierbei große Unterstützung einbringen.

 

Und es zeichnet sich ab, dass der STreff einer Renovierung bedarf, wobei ein Raumteiler die steigenden Raumbedarfe besser abbilden würde.

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt. Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.

 

 

 

Übersicht/ Beschlussfassung über die Antragslage 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Verteilung 2018

 

„Soziales Zentrum Bergedorf“ (Der Begleiter e.V.)

 

 

Projektkennziffer S 01

 

 

Projektinformation

Plan

Anzahl der Stellen hauptamtliches Personal Beratung (Std. p. W.), Koordination und Reinigung (Std. p. W.)

22

6,4

Anzahl der Honorarkräfte

2

Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

3

Eigenmittel/Einnahmen

9.903,92  €

Zuwendung

40.000,00 €

Beratung (offene Erst- und Folgeberatung, telefonische Beratung) Fälle p.A.

1490

Teilnehmerinnen, Teilnehmer an Gruppenangeboten (p.A.)

9200

Teilnehmerinnen, Teilnehmer an Veranstaltungen (p.A.)

1600

Gesamtzahl der Besuche (p.A.)

1080

Öffnungszeit in Kalenderwoche

52

 

Büroöffnungszeiten

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Fachpersonal

9.30-14.30 Uhr

 

Fachpersonal

9.30-15.30 Uhr

 

Fachpersonal

9.30-14.30 Uhr

 

Fachpersonal

9.30-15.30 Uhr

 

Fachpersonal

9.30-13.00

 

Außerhalb des Fachpersonals und am Wochenende Gruppen in Eigenregie

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

„Der Begleiter“ bestärkt und unterstützt Menschen in ihrem Wunsch nach einer selbstbestimmten Lebensführung. Dabei sind Beratung und Unterstützung von der Grundidee, als „Hilfe zur Selbsthilfe“ gedacht. Dieser Ansatz beugt insbesondere der Entmündigung von Personengruppen mit speziellem Hilfebedarf vor. „Der Begleiter“ vermittelt Menschen Sicherheit durch Erreichbarkeit, er hält Gruppenangebote vor und organisiert im Bedarfsfall die individuelle Unterstützung. Das Projekt ist in den Sozialraum hinein geöffnet und orientiert sich mit seiner Angebotsvielfalt an den Grundgedanken der „Inklusion“. Eine Beratung für Migranten und  die Öffnung eines Cafés gehören zwischenzeitlich zum Angebot.

 

„Der Begleiter“ steht dem Thema „Migration/ Integration sehr aufgeschlossen gegenüber und bietet gegenwärtig u. a. bereits eine Migrationsberatung, eine Beratung traumatisierter Geflüchteter und einen Sprachtreff an. Die weiteren offenen Angebote wie offenes Café, Frühstückscafé, aber auch die psychosozialen Angebote des Begleiters laden zur Teilnahme ein. In diesem und nächsten Jahr baut der Begleiter sein Angebot weiter aus.

Er wird in seinem Standort in Neuallermöhe-West zwei weitere Angebote aufnehmen (Infocafé zur Beratung und Förderung älterer geflüchteter Menschen zur Erweiterung der Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit sowie ein multikulturell ausgerichtetes Frühstücksangebot für vornehmlich ältere migrantische und einheimische Frauen. Zudem ist im Gleisdreieck der Aufbau einer Seniorengruppe vorgesehen.

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt und auf dieser Grundlage seine Kosten kalkuliert. Der im Antrag vorgelegte Wochenplan weist dabei zahlreiche Informations-, Gemeinschafts- und gesundheitsfürsorgerische Veranstal-tungen auf, von denen insbesondere auch Seniorinnen und Senioren profitieren können.

 

Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.

 

Verteilung 2018

 

4 Seniorenkreise der AWO (AWO Kreis Bergedorf)

 

 

Projektkennziffer S 04

 

Projektinformation

Lohbrügge

Bergedorf

Bergedorf West, NA

Nettelnburg

Billebogen

Ehrenamtliche Kräfte

10

12

5

3

4

Eigenmittel/Einnahmen

0,- €

0,- €

0.- €

0.- €

0,-

Verteilungsvorschlag

1.500,- €

1.500,- €

750,- €

1.500,- €

1.500,-

Reisen/Exkursionen

21

42

4

0

0

Öffnungszeit (Treffen, Tage/ Wochen)

33

54

27

46

(Wochen)46

Wochentage

Di/Sa

Mi/Do

Di

Di

Mo/Mi/Do

Besucherzahlen pro Treffen

34

55

34

20

15

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt Hamburg leistet für seine Seniorenkreise die fachliche und organisatorische Unterstützung.

Seniorenkreise sind wohnortbezogene, kostenfreie und angeleitete Treffpunkte, welche den Seniorinnen und Senioren eine regelmäßige Kontaktpflege und einen Informationsaustausch ermöglichen. Sie sollen der Isolation und Vereinsamung vorbeugen und zu Selbst- und Nachbarschaftshilfe anregen. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Themen Ernährungsberatung, Gedächtnistraining und Sturzprävention. Die AWO unterstützt in Bergedorf an folgenden 5 Standorten Seniorenkreise:

 

  1. Lohbrügge (Ludwig-Rosenberg-Ring)
  2. Bergedorf (H4-Hotel – Holzhude 6 -, bis Juli 2017 im Lichtwarkhaus)
  3. Bergedorf West/Neuallermöhe (Friedrich-Frank-Bogen)
  4. Nettelnburg (Katendeich)
  5. „Aktivtreff“ Billebogen

 

Der wohnortnahe Charakter dieser Kreise wirkt zunehmend auch ansprechend für ältere Menschen mit migrantischem Hintergrund. Noch ist es vereinzelt, aber „es spricht sich rum“.

 

Wie der Seniorentreff der AWO (jetzt im H4-Hotel) und der Besuchsdienst „Vertrauen im Alter“ hat auch insbesondere der Seniorenkreis Bergedorf mit den Veränderungen durch den Neubau und Abriss sowie der Übergangslösung zu tun. Der Umzug hat im Sommer 2017 stattgefunden. Für eine gewisse Übergangszeit in 2018 ist das Lichtwarkhaus für die Donnerstagsnachmittags-Angebote noch nutzbar, die Planungen für die zweite Übergangslösung in der Lola haben begonnen. Der Seniorenkreis Bergedorf hat zudem einen Leitungswechsel zu verkraften. Dieser Wechsel spiegelt sich auch in den Donnerstagnachmittags-Angeboten wieder, die sich ihrerseits dadurch ebenso weiter entwickeln werden.

Auch die anderen Seniorenkreise werden von der weiteren Entwicklung profitieren. Es wären andere bzw. weitere Angebote im Seniorentreff denkbar, ebenso Veränderungen beim Besuchsdienst sowie eine interkulturelle Vielfalt in den Seniorenkreisen im Sinne einer guten Nachbarschaft. Den wohnortnahen Ansatz vertiefen und ausbauen, evtl. auch in Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugenossenschaften, wäre beispielsweise ein Aspekt, der aus dem 5. Bergedorfer Dialog der Kulturen gemeinsam noch weiter entwickelt werden wird.

 

Die AWO begegnet all diesen Herausforderungen mit Mut, Engagement und Offenheit.

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt. Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.


Verteilung 2018

 

„Vertrauen im Alter“ ( AWO Kreis Bergedorf)

 

 

Projektkennziffer S 05

 

 

Kennzahlen

Plan

Stellen hauptamtliches Personal

0

Honorarkräfte (Dipl. Soz.Päd. u. Dipl. Psych.)

1

Ehrenamtliche Kräfte

13

Eigenmittel / Einnahmen

13,- €

Verteilungsvorschlag

7277,- €

Besuche pro Jahr (13 Kräfte x 46 Wochen)

600

Gruppen-, Einzelberatungsgespräche für die ehrenamtlichen Kräfte zzgl. Anbahnungsgespräche

80

Fortbildungsveranstaltung für die ehrenamtlichen Kräfte

3

Jahresöffnungszeit in Kalenderwochen*

52

*Telefonberatung ganzjährig über Telefon und T-Net Box

 

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Das Projekt wird ausschließlich von ehrenamtlichem Engagement getragen. Sein zentrales Ziel ist, ältere Menschen durch Besuch vor Vereinsamung zu bewahren und damit deren individuelle Lebensqualität zu steigern. Weiter verfolgt die aufsuchende Betreuung die Intention, Seniorinnen und Senioren ihr Leben in „Selbstbestimmung“ so lange wie möglich zu erhalten.

 

Zu diesem Zweck wirbt der Träger ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die sich der Betreuung der genannten Zielgruppe widmen möchten und die bereit sind, an dem Besuchsdienst teilzunehmen. Die Ehrenamtlichen werden von 1 Honorarkraft geschult und fortlaufend begleitet. Daneben organisiert der Träger einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch der ehrenamtlichen Helfer. Die professionellen (Honorar-) Kräfte führen den Erstkontakt durch und begleiten die erste Kontaktaufnahme. In der Regel erfolgt ein Besuch von 2 Stunden pro Woche und einige Besuche werden vom Besuchsdienst auf Grund spezieller Anforderungen zu zweit durchgeführt. „Vertrauen im Alter“ führt weiterhin zum Teil gemeinsame Fortbildungen mit „LafüSe“ durch.

 

Das Lichtwarkhaus, der Besuchsdienst „Vertrauen im Alter“ sowie der Seniorenkreis Bergedorf sind vom Neubau und Abriss sowie der Übergangslösung insbesondere betroffen. Der Umzug hat im Sommer 2017 stattgefunden. Zwischenzeitlich haben sich der Seniorentreff und der Besuchsdienst gut eingelebt. Alles in allem ist der Umzug gut gelaufen, die letzten Punkte klären sich aktuell. Mit dem Einzug im ‚H4-Hotel beginnen schon die ersten Veränderungen. So hat der Seniorentreff Kontakt zur neuen Nachbarschaft aufgenommen und verbindet mit dem kommenden Neubau die einmalige Gelegenheit, zusammen mit den betroffenen Senior/innen – „im interkulturellen Miteinander“ Gemeinsamkeiten zu entwickeln.

 

„V. i. A.“ hat diesen Faden aus dem 5. Bergedorfer Dialog der Kulturen“ auch aufgenommen und mit ersten Projekten Akzente gesetzt (als Beispiel sei das Projekt „Kochen ohne Grenzen“ genannt). Weitere Projekte auch in der Übergangszeit in Kooperation mit dem Seniorentreff sollen folgen. Kontakte zu den migrantischen Organisationen wurden aufgenommen bzw. werden vertieft.

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt. Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.


Verteilung 2018

 

 

4 Seniorenrunden des Seniorenbüros (Seniorenbüro Hamburg e.V.)

 

 

Projektkennziffer S 06

 

Projektinformation

Plan

Ehrenamtliche Kräfte

5

Eigenmittel / Einnahmen

0,- €

Verteilungsvorschlag

6.750,- €

Gruppen

5

Ausflüge

5

Hausbesuche (Kranken- und Nachbarschaftsbesuche)

Ja

Teilnahmen

3000

Wochenöffnungszeit

s.u.

Jahresöffnungszeit in Kalenderwochen

46

 

Öffnungszeiten

Montag

Dienstag

Mittwoch

Neuallermöhe NEU im Bürgerhaus Allermöhe

Mo 10.00-12.00 Uhr

Billwerder*

Di 14.30-17.30 Uhr, 14 tägig

Lohbrügge 2 (Kurt-Adams-Platz)

Mi 16.00-18.00 Uhr

Lohbrügge 1 (Leuschnerstraße)

Mo 14.30-16.30 Uhr

Lohbrügge 3 (Waschhaus) NEUE Gruppe

Di 10.00 – 12.00 uhr

 

*Die Runde in Billwerder findet auf Wunsch der Seniorinnen und Senioren 14tägig statt

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Das Seniorenbüro Hamburg e.V. leistet für die ausschließlich ehrenamtlich geleiteten Runden die fachliche und organisatorische Unterstützung. Seniorenrunden sind wohnortbezogene und wohn-ortnahe, kostenfreie, angeleitete Treffpunkte. Sie ermöglichen den Seniorinnen und Senioren Kontaktpflege und einen regelmäßigen Informationsaustausch. Damit beugen die Seniorenrunden Isolation und Vereinsamung vor und regen Selbst- und Nachbarschaftshilfe an.

 

Das Seniorenbüro Hamburg unterstützt in Bergedorf 4 Seniorenrunden an folgenden Standorten:

Neuallermöhe-Ost (Bürgerhaus Allermöhe) NEUER Standort

Lohbrügge 1 (Leuschnerstraße)
Lohbrügge 2 (Kurt-Adams-Platz-KAP)

Lohbrügge 3 (Waschhaus/ Adresse …) NEUE Gruppe

Billwerder (Mittlerer Landweg, 14tägig)

 

 

Die Seniorenrunde Lohbrügge 2/ (KAP, Deutsche aus Russland) ist inzwischen gut im Seniorentreff angekommen. Die Kontakte mit dem Seniorentreff können als ausgesprochen gut bezeichnet werden. Viele Veranstaltungen/ Ausflüge werden gemeinsam gemacht. Die Gruppe hat aber darüber hinaus noch ihre eigenen Themen.

 

Die  Seniorenrunde Allermöhe (der Deutschen aus Russland) in Neuallermöhe ist seit 2017 im Bürgerhaus Allermöhe zuhause. Die Gruppe hat sich zwischenzeitlich gut eingelebt. Dort gibt es inzwischen auch eine Seniorengruppe aus dem Stadtteil, für das nächste Jahr wollen sich die beiden Seniorengruppen für gemeinsame Aktivitäten verabreden und sich besser kennenlernen.

 

Die Seniorenrunde Billwerder erlebt in der Nachbarschaft das Entstehen des großen Projektes „Am Gleisdreieck“. Dort werden auch Seniorinnen und Senioren einziehen bzw. wohnen schon dort. Deren Begleitung wird professionell unterstützt. Für die Gruppe Billwerder aber stellt sich durchaus die Frage, wie sie selbst damit umgehen wollen.

 

 

Damit wird sich die Gruppe im nächsten Jahr auseinandersetzen. Unterstützung wird dabei vom Träger geleistet. Im Gleisdreieck entstehen Angebotsstrukturen wie z. B. ein Café, so dass daraus Begegnungen entstehen können. Hier wird abzuwarten sein, wie sich die Gesamtsituation entwickelt. Eine konstruktive Begleitung scheint zu entstehen.

 

Die Seniorenrunde Lohbrügge 1/ Leuschnerstraße hat eine neue Leitung. Mit dieser Leitung und einer Öffentlichkeitsarbeit hat sich diese Gruppe verstärkt dem Stadtteil geöffnet und stößt an seine Aufnahmegrenze für neue Teilnehmer/innen. Die Runde ist sehr lebendig und aufgeschlossen.

 

Eine fünfte Gruppe, die Seniorenrunde Lohbrügge 3/ Waschhaus ist vom Verein HVDaR neu hinzugekommen. Dies ist ein Ergebnis des 5. Bergedorfer Dialog der Kulturen. Durch diesen Wechsel gibt es für diese Gruppe viele neue Impulse und Kontakte. Die Gruppenleiterin nutzt intensiv die Informations- und Fortbildungsangebote des Trägers.

 

Die Fortbildung der ehrenamtlichen Leitung zum Thema Migration/ Integration, aber auch anderen Themen wird fortgeführt, Darüber hinaus gibt eine Reihe von Kontakt – und Unterstützungs-angeboten durch den Träger, von denen die Leitungen und damit auch die Gruppen profitieren.

 

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt. Der Bedarf ist planerisch begründet und die weitere Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.

 


Verteilung 2018

 

Projektfonds Seniorenarbeit in Bergedorf

 

 

Projektkennziffer S 07-P

 

 

Der Projektfonds soll den Trägern der offenen Seniorenarbeit in Bergedorf die Möglichkeit eröffnen, insbesondere auf kurzfristig auftretende Bedarfe flexibel und zügig zu reagieren. Er steht u.a. für besondere Informations- und Geselligkeitsveranstaltungen, für Exkursionen sowie für kleinere Anschaffungen zur Verfügung. Aus dem Fonds wird beispielsweise die regelmäßig donnerstags stattfindende Veranstaltung der AWO im Lichtwarkhaus gefördert. Zunehmend werden auch ‚Anträge von migrantischen Organisationen für Angebote für Seniorinnen und Senioren mit dem Ziel der interkulturellen Begegnungen gestellt.

Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich über das Fachamt Sozialraummanagement und wird von diesem kurzfristig nach Prüfung an das Büro des Seniorentreffs am Kurt-Adams-Platz zur Auszahlung weitergeleitet.

 

In dem Fonds sollen 2018 insgesamt 9.723,-€ für die genannten Zwecke festgelegt werden.

 

Unterjährig realisierte Rückforderungen werden dem Fonds zugeschlagen und damit wiederum der Seniorenarbeit unmittelbar zur Verfügung gestellt. Die Seniorenarbeit in Bergedorf lebt im Wesentlichen von dem ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Aus diesem Grunde empfiehlt das Bezirksamt dieses sehr überschaubare und transparente Antragsverfahren. Dieses Verfahren soll grundsätzlich auch weiterhin gelten, es kommen jetzt Angebote für Seniorinnen und Senioren mit migrantischem Hintergrund hinzu.

 

Der Bergedorfer Dialog der Kulturen wurde von allen Trägern als Auftaktveranstaltung zur verstärkten Entwicklung von Angeboten für Senior/innen mit migrantischem Hintergrund  verstanden. In den Antragsannahme- und Verlaufsgesprächen des Bewilligungsjahres 2016 und insbesondere in 2017 für die Anträge für 2018 haben sich die Träger zunehmend konkreter mit der Umgestaltung ihrer Angebote befasst. So ist beispielsweise auch eine Gesprächsrunde des HDVaR zum Träger Seniorenbüro HH e.V. gewechselt, siehe Ausführungen dort unter Projektkennziffer S 06.

 

Diese Umgestaltung soll aber zusammen mit den betroffenen Senior/innen gemeinsam –auch „im interkulturellen Miteinander“ entwickelt werden. Insofern haben sich zwischenzeitlich etliche Projekte aus dem Bergedorfer Dialog der Kulturen ergeben. Ziel war es, möglichst jedem Träger bzw. jedem Sozialraum eine Maßnahme zuzuordnen. Dieses ist grundsätzlich gelungen, lediglich im Landgebiet ist dies etwas schwieriger, da hier zum einen weitaus weniger Migranten wohnen und sich ein solches Angebot zum anderen über das Angebot LafüSe nicht so durchgängig abbilden lässt. Festzustellen ist aber auch, dass sich viele Ehrenamtliche in der dort befindlichen Flüchtlingsunterkunft engagieren und über diesen Weg Kontakte entstehen und sich Ansprechpartner finden.

 

 

Der Bedarf ist aus Sicht des Bezirksamtes planerisch begründet und die Bildung eines Fonds fachlich geboten. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.

 


Verteilung 2018

 

„LafüSe“ (Besuchsdienst der Landfrauen)

 

 

Projektkennziffer S 09

 

 

Kennzahlen

Plan

Stellen hauptamtliches Personal

0

Honorarkräfte

0

Ehrenamtliche Kräfte

13

Eigenmittel/Einnahmen

0,00 €

Zuwendung gemäß Verteilungsvorschlag

4500,-

Besuche pro Jahr (13 Kräfte x 46 Wochen)

600

Gruppen-, Einzelberatungsgespräche für die ehrenamtlichen Kräfte

15

Fortbildungsveranstaltung für die ehrenamtlichen Kräfte

1

Jahresöffnungszeit in Kalenderwochen**

52

**Telefonberatung ganzjährig

 

 

Ziele der Leistung / Fachliche Bewertung

 

Das Projekt wird ausschließlich von ehrenamtlichem Engagement getragen. Ziel der Landfrauen ist es, ältere Menschen vor Vereinsamung zu bewahren und ihnen damit ein Stück Lebensqualität zu erhalten bzw. zurück zu geben. Sie verfolgen zugleich die Absicht, ihnen ihr Leben in „Selbstbestimmung“ so lange wie möglich zu erhalten. Durch den Zuzug von Neubürgerinnen/und Neubürger in die Vierlande und ein sich änderndes Wirtschaftsleben, hat sich auch das Zusammenleben in weiten Teilen neu strukturiert. Das Ideal der Großfamilie als Leitidee, kann zunehmend die Anforderungen der Zeit nicht mehr bzw. nur noch ungenügend bedienen. Zunehmend wohnen auch mehr ältere Menschen im Landgebiet.

 

Der Besuchsdienst hat sich etabliert. Die Nachfrage sowohl ehrenamtlich mitzuwirken als auch den Dienst in Anspruch zu nehmen, ist derzeit etwas gesunken, es sind auch die Besuchsdienste selbst etwas weniger geworden, Dies liegt unter anderem daran, dass sich viele inzwischen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe vor Ort engagieren und tatsächlich viele zu Besuchende in der letzten Zeit verstorben sind. Daher wurde der Ansatz etwas reduziert.

 

Der Besuchs- und Begleitdienst kann pflegerische und hauswirtschaftliche Dienste ausdrücklich nicht ersetzen, diese aber wirkungsvoll ergänzen.

 

 

Im Landgebiet wohnen viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, jedoch nur wenige mit migrantischem Hintergrund. Dennoch oder gerade deswegen ist es auch hier notwendig, genau hinzugucken, ob und ggf. welche Bedarfe bestehen, wie die Integration aus Sicht der Betroffenen gesehen wird. Diesen Ansatz wird das Bezirksamt weiter im Blick behalten, gleichwohl davon ausgegangen werden kann, dass es für dieses Klientel offenbar gute Einbindungen in die nachbarschaftlichen Strukturen gibt.

 

 

Der Träger hat im Rahmen des Antragsannahmeverfahrens eine dezidierte Leistungsbeschreibung vorgelegt. Der Bedarf ist planerisch begründet und die Förderung fachlich geboten. Aus fachlicher Sicht wird daher empfohlen, dem Verteilungsvorschlag in der vorgesehenen Höhe zuzustimmen.

 

 


Petitum/Beschluss:

Der Fachausschuss stimmt dem Verteilungsvorschlag zu.

 


Anlage/n:

keine

 

Stammbaum:
20-1398   Verteilungsvorschlag 2018 (siehe unter I. Grundsätzliche Erläuterungen) des Bezirksamtes Bergedorf zum PSP-Element 3-22702010-10000206 Soziale Hilfen und Integration, Betriebskosten Seniorentreffs   Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   Beschlussvorlage
20-1398.01   Verteilungsvorschlag 2018 (siehe unter I. Grundsätzliche Erläuterungen) des Bezirksamtes Bergedorf zum PSP-Element 3-22702010-10000206 Soziale Hilfen und Integration, Betriebskosten Seniorentreffs   Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   Bericht