Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 20-1530  

 
 
Betreff: ÖPNV-Anbindung an die Neubaugebiete nicht vernachlässigen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:CDU-FraktionAktenzeichen:611.00-11
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
22.02.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Antrag der BAbg. Froh, Emrich, Helm und Fraktion der CDU

 

Der Umstieg der Bevölkerung auf den ÖPNV ist eine der wichtigsten Aufgaben der modernen Stadtentwicklung. Dies hat sich auch der Hamburgische Senat auf die Fahnen geschrieben. Fraglich ist aber, ob dieses Ziel auch konsequent verfolgt wird.

 

U.a. wurde vor einigen Jahren die Hamburger Bauordnung novelliert und der Stellplatznachweis gestrichen. Nun wird im B-Planverfahren ein Stellplatzschlüssel festgelegt. So ist es zukünftig umso wichtiger, auch Verkehrsflächen für den ÖPNV zu berücksichtigen und die entsprechenden Behörden einzubinden, um für eine vernünftige ÖPNV-Anbindung zu sorgen.

 

Aber immer wieder ist bei Erstellung und Fertigstellung von Neubaugebieten festzustellen, dass bei Bezug der Wohnungen eine fußläufig annehmbar zu erreichende ÖPNV–Anbindung nicht vorhanden ist. Auch wird auf die neuen Anforderungen einer optimalen Zeittaktung oder die Anpassung der Transportkapazitäten kaum geachtet.

 

Hierfür sind z. B. die Vier- und Marschlande ein Beispiel, wo in den letzten Jahren mehrere Baugebiete fertiggestellt wurden. Der bestehende ÖPNV, mit nur wenigen Buslinien in Richtung Hamburg und Bergedorf, ist zwischenzeitlich nicht ausreichend angepasst worden.

 

Ein weiteres Baugebiet, wo wohl noch in diesem Jahr die ersten Bewohner einziehen, ist „Tienrade“. Eine neue Haltestelle wird nicht eingerichtet. Für die neuen Bewohner ergeben sich erhebliche Entfernungen zur nächsten ÖPNV-Anbindung. Das in der Nähe liegende Baugebiet Neubaugebiet „Haempten“ liegt in diesem Bezug schon günstiger, hier müsste aber der Bedarf angepasst werden.

 

Auch die Wohnbebauung Schleusengärten „Am Schleusengraben“/Curslacker Neuer Deich hat in Richtung Bergedorf keine Bushaltestelle.

 

 

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Wir beantragen daher, die Bezirksversammlung möge beschließen:

 

  1. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich gegenüber den zuständigen Behörden und dem HVV dafür einzusetzen, dass neue Bebauungsgebiete bei Fertigstellung an das bestehende ÖPNV-Netz angeschlossen und vorhandene Beförderungskapazitäten evaluiert und evtl. angepasst werden.
  2. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, den Fraktionen der Bezirksversammlung zeitnah über die Ergebnisse seiner Bemühungen in dieser Sache zu berichten.

 

 


Anlage/n:

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Stammbaum:
20-1530   ÖPNV-Anbindung an die Neubaugebiete nicht vernachlässigen   Dezernat Steuerung und Service   Antrag
20-1530.01   Änderungsantrag zur Drs. 20-1530 "ÖPNV-Anbindung an die Neubaugebiete nicht vernachlässigen"   Dezernat Steuerung und Service   Antrag
20-1530.02   ÖPNV-Anbindung an die Neubaugebiete nicht vernachlässigen   Dezernat Steuerung und Service   Mitteilung