Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - 21-0315  

 
 
Betreff: Denkmalschutz in Bergedorf
Status:öffentlichDrucksache-Art:Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG
Verfasser:Fraktion DIE LINKE
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
30.01.2020 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Auskunftsersuchen der BAbg. Mirbach, Jobs, Gruber, Heilmann, Westberg - Fraktion DIE LINKE

 

Bergedorf ist ein stark wachsender Bezirk Hamburgs. Hier wurden in den letzten Jahren ehemalige Industrieflächen bebaut oder werden noch bebaut. Das trifft insbesondere für die Keimzelle der Industrialisierung Bergedorfs entlang des Schleusengrabens zu. Es gilt also jetzt die letzten Industriebauten in den Blick zu nehmen, um ihren Erhalt als Denkmäler sicherzustellen. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass immer wieder Häuser, die unter Denkmalschutz stehen, verkommen oder ohne Beteiligung des Denkmalschutzamtes verändert werden, ob sie sich nun im Sachsentor oder in den Vier- und Marschlanden befinden.

 

  1.  

Die letzten Industriedenkmäler im Bezirk:

FIS ID[1]

1.

Kurt-A-Körber-Chaussee 39e, 25 Gaswerk von 1907 vier Gebäude

25997 zwei Gebäude,

27459, 27460

2.

Kurt-A-Körber-Chaussee 73, Fabrikkomplex 1910 erweitert 1927

29665

3.

Weidenbaumsweg 139, Fabrikgebäude 1938/39

27745

4.

Stuhlrohrstraße 10, Fabrikanlage 1890

27794

5.

Richard-Linde-Weg 21f, Wasserturm 1906/07, Laut Bergedorfer Zeitung ist ein Anbau geplant.

26245

 

 

Eine Reihe historischer Gebäude mit völlig unterschiedlichem Zustand der Gebäude.

 

6.

Reetwerder 1-3, Wohn- und Geschäftshaus 1903 / 04

Problem: Leerstand und Verwahrlosung

25992 oder 31030

 

7.

Alte Holstenstraße 45/47, Wohn- und Geschäftsgebäude 1890

Problem: Langer Leerstand 1.Stock

27710

 

8.

Sachsentor 17, Wohn- und Geschäftshaus 18. Jh.

27978

 

Beispiel für eine gravierende Veränderung eines Baudenkmals.

 

9.

Reinbeker Weg 21, Villa und Einfriedung 1886

Problem: Anbau von Stahlbalkons mit neuen Fenstern / Türen. Die Einfriedung wurde teilweise entfernt.

29819

 

 

Ein Beispiel für den Verfall von Baudenkmälern in den Vier und Marschlanden.

 

10

Hower Hauptdeich 133a (135),

Bauernhaus (Wohnwirtschaftsgebäude) 1870 / 1911

29770

 

 

Mit unserem Auskunftsersuchen wollen wir eine unserer Meinung notwendige Diskussion über den Denkmalschutz in Bergedorf anstoßen.

 

Dazu fragen wir die zuständige Behörde:

 

  1. Wie bewertet das Denkmalschutzamt den Zustand der Baudenkmäler im Bezirk Bergedorf?
  2. Wie bewertet das Denkmalschutzamt speziell den Zustand der Industriedenkmäler im Bezirk Bergedorf?
  3. Bei welchen der oben aufgeführten Denkmälern ist das Denkmalschutzamt zurzeit aktiv?
  4. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen dem Denkmalschutzamt und  dem Bezirksamt bei Problemdenkmälern wie Reetwerder 1-3 (FIS ID: 31030),               Reinbeker Weg 21 (29819), Sachsentor 17 (27978), Stuhlrohrstraße 10 (27794), Alte Holstenstraße 45/47 (27710), Wasserturm Lohbrügge (26245) und Hower Hauptdeich 133a (135) (29770)?
  5. Welche Kooperation gibt es in diesen Fällen zwischen Bezirk und Denkmalschutzamt? Falls es keine Kooperation gibt: Warum nicht?
  6. Gibt es über die hier aufgeführten Denkmäler weitere Problemfälle? Wenn ja: Bitte jeweils mit Erläuterung aufzählen.
  7. Wie ist der Sachstand bei den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden der HAW?

 

 

 

 


ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Petitum/Beschluss:

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ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

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Stammbaum:
21-0315   Denkmalschutz in Bergedorf   Dezernat Steuerung und Service   Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG
    Dezernat Steuerung und Service   Antwort