Bezirksversammlung Bergedorf
Drucksache - 21-1180
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Sachverhalt: Antrag des BAbg. Krönker und Fraktion GRÜNE Bergedorf der BAbg. Gündüz, Kramer und SPD-Fraktion der BAbg. Kubat und FDP-Fraktion
Den Kindern und Jugendlichen wurde und wird in der Coronakrise Unglaubliches zugemutet. Nicht nur, dass sie mit dem Homeschooling völlig unvorbereitet mit einer neuen Arbeitsform konfrontiert waren. Sie hatten keine Möglichkeit zu spielen, konnten nicht zum Sport gehen und viel andere Freizeitangebote nicht wahrnehmen, Ihre Außenkontakte waren extrem redu-ziert oder gar nicht möglich. Dies sind alles wichtige Bausteine für die Entwicklung von Kin-dern und Jugendlichen. Ihre Persönlichkeitsentwicklung wurde massiv unterbrochen
Hinzu kamen die Herausforderung durch die häusliche Situation, wenn Schüler:innen im Homeschooling und Eltern im Homeoffice oder in Kurzarbeit waren, die zu Erziehungskon-flikten bis hin zum Anstieg der häuslichen Gewalt geführt hat.
In Hamburg liegen bereits drei namhafte Studien zur Situation der Kinder und Jugendlichen während der Pandemie vor: die Copsy-Studie des UKE, die Studie Gestalten in Krisenzeiten: "Der Lockdown ist kein Knock-Down!" von Frau Prof. Gunds Voigt von der Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie die Studie Psychosoziale Gesundheit von Hamburger Kindern und Jugendlichen im Corona-Frühsommer der Sozialbehörde.
Die Schulen sehen sich nach den Sommerferien mit großen Verhaltensschwierigkeiten, emo-tionalen Belastungen und großen sozialen Unsicherheiten bei Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Immer noch ist der Alltag in der Schule von Coronamaßnahmen geprägt. Der Anmeldedruck bei Beratungsstellen und Praxen ist hoch, die Ressourcen sind begrenzt, dies aufzufangen. Und dies alles vor dem Hintergrund steigender Inzidenzen.
Petitum/Beschluss: Vor diesem Hintergrund fordern wir die Bezirksamtsleiterin auf, 1. sich bei der Psychotherapeutenkammer und der Kassenärztlichen Vereinigung für eine Verbesserung der psychologischen und psychotherapeutischen Versorgung für Kinder und Jugendliche im Bezirk Bergedorf einzusetzen sowie für die Zulassung einer/eines Kinder- und Jugendpsychiaterin / psychiaters; 2. die Sozialbehörde um Unterstützung bei der Einrichtung eines dreijährigen Modellprojektes im Gesundheitsamt Bergedorf für eine niedrigschwellige psychologische Beratung und Versorgung von Kinder, Jugendlichen und ihren Familien im Zusammenhang mit der Bearbeitung psychischer Folgewirkungen der Pandemie zu bitten; 3. Gespräche mit dem Kinderkrankenhaus Wilhelmstift aufzunehmen, um zu prüfen, wie der hohe therapeutische Bedarf bei Kindern und Jugendlichen während der und nach den Co-rona-Einschränkungen im Bezirk auch vonseiten der stationären Versorgung mit abge-deckt werden kann; 4. sich dafür einzusetzen, dass eine der nächsten regionalen Bildungskonferenzen sich auch mit dem Thema psychische Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche beschäftigt.
Anlage/n: ---
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