Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XVIII/0035  

 
 
Betreff: Benennung von Straßen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilung
  Aktenzeichen:64.10-17,1
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

 

 

64.10-17,1              Drucksachen-Nr. XVIII/0035

              07.07.2008


 

Mitteilung

des Bezirksamtes

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

 

 

 

 


!Titel!


Benennung von Straßen


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Dem Staatsarchiv liegt seit Januar 08 ein Benennungsvorschlag nach der nachstehend Genannten vor, der von Staatsrat Dr. Gottschalck unterstützt wird. Den Bezirksämtern Hamburg-Nord und Bergedorf – wird dieser Vorschlag mit der Bitte unterbreitet, ihn in die bezirkliche Vorschlagsliste aufzunehmen und die Suche nach einer geeigneten Verkehrsfläche zu beginnen. Dabei soll eine Umbenennung vermieden werden, stattdessen ist eine geeignete Neubenennung anzustreben.

 Den nachstehenden Textauszug (Rückseite) können Sie unter www.garten-der-frauen.de/gedenk.html (im Zusammenhang mit weiteren Frauen) einsehen. Ferner finden Sie unter www.friedhof-hamburg.de/TdF.htm auf Seite 2 einen Hinweis auf die Einweihung des Gedenksteins für Margarethe Meyer Schurz im Garten der Frauen am 16.09.2007 in Anwesenheit ihres Biographen Gerd Stolz. Herr Staatsrat Wersich (BSF) und ein Vertreter des Generalkonsulats der USA sprachen dazu.

Das Bezirksamt teilt hierzu mit, dass zurzeit keine Straßen /Plätze zur Benennung anstehen.

Textauszug =

Margarethe Meyer Schurz

 

 

Wegbereiterin des Kindergartens in den USA
27.8.1833 Hamburg - 15.3.1876 New York

 

Margarethe Meyer Schurz war die jüngste Tochter des vermögenden Hamburger Kaufmanns Heinrich Christian Meyer. Durch ihre älteren Schwestern Amalie (verh. Westendarp) und Bertha (gesch. Traun, verh. Ronge) kam sie früh mit den Fragen der Zeit um Demokratie, Freiheit, Bürgerrechte, Frauenbildung und Kindererziehung nach Fröbels Leitsätzen in Berührung. 1849/50 war sie eine Schülerin Friedrich Fröbels und besuchte die Hamburger Hochschule für das weibliche Geschlecht. Sie heiratete den im Londoner Exil lebenden Anhänger der bürgerlichen Revolution von 1848 Carl Schurz, den späteren US-Innenminister. Das Paar wanderte in die USA aus, wo Margarethe Meyer Schurz in ihrem Wohnhaus in Watertown 1856 einen Kindergarten gründete. Später fand sie ein kleines Haus im Stadtzentrum - es wurde der erste Kindergarten in den USA. Mit ihm gab Margarethe Meyer Schurz den Impuls zu einem neuen und neuartigen Erziehungssystem in den USA und öffnete den Kindergarten-Gedanken einem ganzen Kontinent. Margarethe Meyer Schurz starb in New York nach der Geburt ihres fünften Kindes an Kindbettfieber. Ihr Leichnam wurde nach Hamburg überführt und in der Meyerschen Familiengruft beigesetzt, der Sarg 1914 auf dem Ohlsdorfer Friedhof umgebettet. Das einstige Kindergarten-Gebäude in Watertown wurde 1957 zu einem Museum.

Der Erinnerungsstein für Margarethe Meyer Schurz wird am 16. September 2007 eingeweiht.

 

 

 

 


 

Beschlussvorschlag

 


Der Hauptausschuss nimmt Kenntnis.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen