Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XVIII/0045  

 
 
Betreff: Anordnungen der Straßenverkehrsbehörde
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
  Aktenzeichen:75.00-1,3
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

 

 

75.00-1,3              Drucksachen-Nr. XVIII/0045

              11.07.2008


 

Beschlussvorlage

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

 

 

 

 


!Titel!


Anordnungen der Straßenverkehrsbehörde


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Unter Anwendung von § 45 StVO ordnet das Polizeikommissariat 43 als zuständige Straßenverkehrsbehörde an:

1.  Curslacker Neuer Deich zwischen Sander Damm und AS-Bergedorf

     Hier: Aufbringen von unterbrochenen Warnlinien entlang des Radwegs in jeder der    vorhandenen Überfahrten

Es wird das Aufbringen und Erneuern von unterbrochenen Begrenzungslinien entlang des gegenläufigen Radwegs am Curslacker Neuer Deich zwischen Sander Damm und AS-Bergedorf an allen vorhandenen Überfahrten und Einmündungen angeordnet.

Die vorstehende Anordnung erfordert das Auftragen einer Radfahrerfurt gemäß RMS 1 als baulicher Radwegeersatz in allen Überfahrten sowie das Erneuern der Fußgänger- und Radfahrerfurt gemäß RMS 1 in den Einmündungen des Straßenverlaufs.

Begründung:
Die angeordneten Maßnahmen sind erforderlich, um auf die Verkehrsunfalllage und zahlreichen angezeigten Gefährdungslagen zwischen bevorrechtigten Radfahrern und querenden Kraftfahrzeugen zu reagieren.

Für den vorhandenen gegenläufigen Radweg besteht eine Radwegbenutzungspflicht.

Der vorhandene Radweg befindet sich in einem baulich schlechten Wegezustand.

Die Fahrbahnoberfläche wechselt ständig zwischen Asphalt und Rotklinker. Eine aus­rei­chende Erkennbarkeit ist nicht gegeben. Die Fahrbahnoberfläche ist zudem durch Reifen­abriebspuren stark verschmutzt, wodurch die Erkennbarkeit des Radwegs weiterhin ver­schlechtert wird.

Entlang der Radwegstrecke befindet sich eine sehr hohe Anzahl an Überfahrten zu zahl­reichen Geschäften mit einer hohen Querungsanzahl.

Die Maßnahme dient neben dem Schutz der Radfahrer auch dem Schutz der Fußgänger, deren Gehwegbereich durch die Maßnahme ebenfalls erkennbarer wird.

Die Fahrzeugführer, die die Überfahrten nutzen, werden auf das Vorrecht des Querungs­verkehrs von Fußgängern und Radfahrern hingewiesen.

Die Maßnahmen dienen der Erhöhung der allgemeinen Verkehrssicherheit und der Förderung des Radfahrverkehrs.

 

2.  Am Beckerkamp / Jakob-Kaiser-Straße

     hier: Einrichten eines personenbezogenen Behindertenstellplatzes

Es wird die Verbreiterung des personenbezogenen Behindertenstellplatzes Nr. 762 an der Einmündung Am Beckerkamp / Jakob-Kaiser-Straße angeordnet.

Die Anordnung macht folgende Maßnahme erforderlich:

Am Beckerkamp / Jakob-Kaiser-Straße:

1.      Anrampung des Bordsteins zum angrenzenden Schutzstreifen

2.      Auftragen einer Parkboxmarkierung von 6,5 m Länge unter Einbeziehung des seitlichen grauen Plattenweges ( hier sind ca. 40 cm vom Kantstein aus gemessen der Parkboxbreite zuzuschlagen ).

 

Begründung:

Die Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung kann sich wegen der Schwere des Leidens außerhalb ihres PKW nur mit großer Anstrengung bewegen und zählt daher zu dem in der VwV in den §§ 45 u. 46 aufgeführten begünstigten Personenkreis. Aufgrund ihrer Behinderung beschreibt sie in ihrem Brief vom 29.02.2008, dass für sie das sichere Erreichen Ihres Fahrzeugs sonst nicht möglich ist. Die alte Parkboxmarkierung ist nicht mehr erkennbar und muss unter Berücksichtigung der neuen Breite erneuert werden.

Die Maßnahme ist geeignet, der Antragstellerin ein sicheres Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.

 

3.  Lohbrügger Landstraße 157, 21031 Hamburg

     hier: Einrichten eines personenbezogenen Behindertenstellplatzes

Es wird auf  der Lohbrügger Landstraße 157 die Einrichtung eines Sonder­parkplatzes für einen Schwerbehinderten mit  angeordnet.

Die vorstehende Anordnung erfordert das Aufstellen des VZ 314 mit Zusatzzeichen 1044-11 StVO (Genehmigungsnummer: 24864/06). (Aufstellung auf dem Sandparkstreifen ca. mittig, so dass eine 7 m tiefe Parkbucht zwischen VZ-Träger und Baumschutzbügel entsteht – gem. Skizze)

Begründung:

Der Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung kann sich wegen der Schwere des Leidens außerhalb seines PKW nur mit großer Anstrengung bewegen und zählt daher zu dem in der VwV in den §§ 45 u. 46 aufgeführten begünstigten Personenkreis.

 

 

4.  Harnackring 30-32, 21031 Hamburg

     hier: Einrichten eines personenbezogenen Behindertenstellplatzes

Es wird auf der Straße  Harnackring 30-32 die Einrichtung eines personengebundenen Sonder­parkplatzes für eine Schwerbehinderte mit  angeordnet.

Die vorstehende Anordnung erfordert das Aufstellen des VZ 314 mit Zusatzzeichen 1044-11 StVO (Genehmigungsnummer: 28121/04) im Bereich der Grasnarbe Harnackring 30-32. (Eine ehemalige Parkboxmarkierung mit Piktogramm ist noch vorhanden!)

Begründung:

Die Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung kann sich wegen der Schwere des Leidens außerhalb ihres PKW nur mit großer Anstrengung bewegen und zählt daher zu dem in der VwV in den §§ 45 u. 46 aufgeführten begünstigten Personenkreis.

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamtes Bergedorf ordnet im Einvernehmen mit der Straßenverkehrsbehörde unter Anwendung von § 45 Abs. 2 StVO folgende straßenverkehrsbehördliche Maßnahmen an:

5.  ZOB-Bergedorf; Herstellung provisorischer Haltestellen/ Fahrbahnen; 1. Teil Alte Holstenstraße / Bergedorfer Schloßstraße/ Vierlandenstraße bis Ernst- Mantius- Straße

hier: Verkehrsführung Während der Bauzeit und Verkehrsregelung nach dem Umbau

Herstellung provisorischer Haltestellen/ Fahrbahnen; 1. Teil Alte Holstenstraße/ Bergedorfer Schloßstraße/ Vierlandenstraße bis Ernst- Mantius- Straße

Die Durchführung der o. a. Arbeiten erfordern folgende Maßnahmen:

1.    Die Verkehrsführung während der Bauzeit in der Fahrbahn entspricht BI/1 gem. RSA in modifizierter Form.

2.    Die Verkehrsführung während der Bauzeit in der Nebenfläche entspricht BII/1 gem. RSA in modifizierter Form.

3.    Das Provisorium teilt sich nach dem Umbau in 4 Abschnitte.

 

Abschnitt 1: Vierlandenstraße

Auf der Ostseite der Vierlandenstraße wird der vorhandene Parkstreifen aufgehoben und mit einer Busspur in Richtung Alte Holstenstraße ersetzt. Hier entstehen zwei Bushaltestellen am Fahrbahnrand. Der östliche Radweg endet im Einmündungsbereich Hinterm Graben. Der Radverkehr wird Richtung Fußgängerzone auf der Fahrbahn im Mischverkehr geführt. Zwischen dem Einmündungsbereich Hinterm Graben und dem vorhandenen Parkstreifen ist die Nebenfläche und Bordsteinführung anzupassen bzw. bituminös zu befestigen. Die vorhandene Markierung ist durch eine provisorische Markierung entsprechend zu ersetzen. Es entstehen 2 Fahrstreifen mit je ca. 3,25 m Breite.

Die Nebenfläche auf der Westseite bleibt unverändert, auf der Ostseite wird der Radweg im Bereich der Bushaltestellen aufgehoben und als Wartefläche genutzt. Der angrenzende Gehweg bleibt unverändert.

Die vorhandene Entwässerung bleibt unverändert.

Das Umsetzen der vorhandenen Werbetafel ist passiert.

Abschnitt 2: Knoten Vierlandenstr./Alte Holstenstr./Bergedorfer Schoßstr

Das Ende der Fußgängerzone Richtung Norden wird um rd. 20 m verschoben. Dort ist ein Fußgängerüberweg herzustellen. Die vorhandene Vorfahrtregelung wird geändert, so dass die Alte Holstenstraße und die Vierlandenstraße als Vorfahrtstraße ausgewiesen ist. Der Verkehr aus der Bergedorfer Straße erhält VZ 206 (beidseitig) und eine durch­gezogene Linie auf der Fahrbahn. Der vorhandene Fußgängerüberweg in der Bergedorfer Schloßstraße wird um rd. 11 m Richtung Osten verkürzt. Das vorhanden Großpflaster und Betonsteinpflaster im Einmündungsbereich Alte Holstenstraße / Vierlandenstraße / Berge­dorfer Schloßstraße ist bis zu dem geplanten bzw. vorhandenen Fußgängerüberweg bleibt erhalten, nur das Tiefbord wird ausgebaut. Im gesamten Einmündungsbereich sind Schutzgitter aus Holz vorgesehen. Das Schutzgitter wird weiß angemalt und erhält zusätzlich Reflektorstreifen.

Die zwei Parkplätze für Schwerbehinderte vor dem Gebäude 2 bis 6 (Sparkasse) werden in den östlichen Parkstreifen der Vierlandenstraße verschoben. Die Beschilderung wird entsprechend angepasst.

Die vorhandene Entwässerung bleibt unverändert. 

Abschnitt 3: Fußgängerzone Alte Holstenstraße   Die vorhandene Fahrbahn, mit Granitgroßpflaster befestigt, bleibt bestehen. Der Radverkehr wird zusammen mit dem Linienverkehr geführt. Die vorhandene Beschilderung ist entsprechend zu ergänzen bzw. aufzuheben.

Die vorhandene Radwegbefestigung in der Fußgängerzone wird aufgenommen und durch eine bituminöse Befestigung ersetzt.

Im Süden der Fußgängerzone ist eine zusätzliche Haltestelle auf der Südseite der Busspur vorgesehen. Unmittelbar vor Hausnummer 2 wird ein 5,00 m breiter Fußgängerüberweg in Asphalt geschaffen. Eine entsprechende Beschilderung ist aufzustellen.

Der Querschnitt ist wie folgt vorgesehen:

rd.        9,00 m     Fußgängerbereich      (Betonsteinpflaster)    Nordosten

            3,25 m     Fahrstreifen (Asphalt / Naturstein-Großpflaster)

            3,25 m     Fahrstreifen (Naturstein-Großpflaster)         Südwesten

            6,00 m     Fußgängerbereich (Betonsteinpflaster)       

Die vorhandene Entwässerung bleibt unverändert.

Abschnitt 4: Knoten Alte Holstenstraße / Ernst-Mantius-Straße

Der Knoten Alte Holstenstraße / Ernst-Mantius-Straße / Weidenbaumsweg (Ost) ist zurzeit signalgeregelt. Die Einmündung der Fußgängerzone ist jedoch nicht in der Signalsteuerung berücksichtigt, da nur das Einfahren von Lieferverkehr in die Fußgängerzone Richtung Süden zugelassen ist.

Für die Zeit der provisorischen Verlegung des ZOB ist der Knotenpunkt so zu signalisieren, dass der Linienverkehr in der Fußgängerzone in beiden Richtungen zugelassen ist. Zusätzlich ist das Abbiegen von der Alten Holstenstraße in Richtung Ernst-Mantius-Straße für den Linienverkehr möglich.

Das Ende der Fußgängerzone wird im Einmündungsbereich zurückgesetzt, um eine Fußgängerfurt herzustellen. In diesem Bereich wird die vorhandene Befestigung aufgenommen und durch eine bituminöse Befestigung ersetzt.

Die vorhandene Lichtsignalanlage ist entsprechend von der LSBG umzubauen und mit einem provisorischen Lichtsignalmast zu erweitern sowie eine Umschaltung der Lichtsignalanlage durchzuführen.

Der vorhandene Querschnitt zwischen den Bordkanten bleibt unverändert. Die vor­han­denen Bordsteine bleiben bestehen.

 

Die vorhandene Entwässerung bleibt unverändert.

 

Länge der gesamten Baustrecke ca.  250 m.

Zeitraum der Vor- und Unterhaltung des Provisoriums:  ca. 15 Monate

 

Die angeordnete Maßnahme ist erforderlich, um einen jederzeit erreichbaren Zugang zu den Geschäften und Quartieren zu gewährleisten und einen ausreichend breiten Rettungsweg zu schaffen.

Das Bezirksamt erhebt gegen die genannte Maßnahme keine Bedenken.


 

Beschlussvorschlag

 


Der Fachausschuss nimmt die Anordnung zur Kenntnis.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen