Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XVIII/0055  

 
 
Betreff: Atomstromfreie und klimaschonende Versorung der Bezirksverwaltung Bergedorf (beschlossene Fassung)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:12.91-14
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

Bezirksversammlung

 

12.91-14              Drucksachen-Nr. XVIII/0055

              05.08.2008


 

Antrag

der Die Linke-Fraktion

 

- öffentlich -


                                          der BAbg. Jobs, Jersch und Masudi – Die Linke


 

Beratungsfolge

am

TOP

 

 

 

 


!Titel!


Atomstromfreie und klimaschonende Versorung der Bezirksverwaltung Bergedorf (beschlossene Fassung)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


Die Stromerzeugung aus Atomenergie stellt eine nicht zu verantwortende Gefährdung für Mensch und Umwelt dar.

Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Sie hat deutlich gemacht welche zerstörerischen Folgen durch den Betrieb von Atomanlagen möglich sind.

Selbst im Normalbetrieb belasten Atomanlagen die Umgebung und die ungeklärte Entsorgungsfrage hinterlässt zukünftigen Generationen unlösbare Probleme.

Der Schutz des Klimas ist eine der wichtigsten Aufgaben. Die sog. Kohleverstromung führt zu einer nachhaltigen Schädigung des Klimas. Der Ausbau regenerativer Energien, die effiziente Kraft/Wärmekopplung und die konsequente Nutzung aller Einsparpotentiale ist eine optimale Alternative, denn der Neuau weiterer Kohlekraftwerke darf das Klima nicht zusätzlich belasten.

Für verantwortungsbewusste Konsumenten kann z.B. Vattenfall, als Betreiberin von Atomkraftwerken und Bauherrin von Kohlekraftwerken als Energielieferant nicht mehr in Frage kommen.

Aufgrund der Liberalisierung der Strommärkte haben Verbraucher/-innen seit einigen Jahren die Möglichkeit beim Einkauf auf möglichst unbelastete Energie zurückzugreifen. Viele Menschen haben deshalb den Stromanbieter gewechselt und den großen Atomstromkonzernen den Rücken gekehrt. 

Öffentliche Einrichtungen insbesondere können dabei beispielhaft wirken. Andere Kommunen wie zuletzt Nürnberg und Göttingen haben dies bereits vorgemacht. Sie  beziehen seit Jahresbeginn zu 100 % Strom aus regenerativen Energiequellen.

Das Bezirksamt Bergedorf kann durch vorbildliches Handeln ebenfalls einen Beitrag zum Ausstieg aus der Atomenergie und zur Stärkung der Entwicklung und Nutzung regenerativer Energien beitragen.

Die Bezirksversammlung möge deshalb beschließen:

                                                                                                                                                                                      ...

 

-2-

 


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksversammlung fordert den Bezirksamtsleiter auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Möglichkeit einer Versorgung des Bezirksamts Bergedorf mit atomstromfreier Energie zu eröffnen.

Die Bezirksversammlung fordert den Bezirksamtsleiter auf, die Stromversorgung für das Bezirksamt Bergedorf mit folgender Maßgabe öffentlich auszuschreiben, oder eine Preisumfrage zu machen:

?????????????????????????Angabe der erforderlichen Strommengen für die einzelnen Gebäude der Bezirksverwaltung.

?????????????????????????Versorgung mit a) atomstromfreiem Strom oder b) mit Strom aus regenerativen Energien durch ein Unternehmen, das keinerlei Geschäfte mit Atomstrom macht.

3. Das Bezirksamt Bergedorf gibt der Bezirksversammlung Bergedorf vor der Sommerpause einen Zwischenbericht zum Verfahren, u.a. dazu, wann und wie ein Ausstieg aus dem Pool-Vertrag mit Vattenfall erfolgen kann.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen