Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XVIII/1129  

 
 
Betreff: Unterstützte Beschäftigung (mit Antwort)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Auskunftsersuchen nach § 27 BezVG
  Aktenzeichen:14.43-1
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
25.03.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Bergedorf
29.04.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

Bezirksversammlung

 

Az. 14.43-1              Drucksachen-Nr. XVIII/1129

              11.03.2010


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -

 


der BAbg. Seibert, Jarchow, Meinert, Richter, Roch und SPD-Fraktion              


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung Bergedorf

25.03.2010

5.2

Bezirksversammlung Bergedorf

29.04.2010

5.4

 


!Titel!


Unterstützte Beschäftigung              (mit Antwort)


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Am 01.01.2009 ist das „Gesetz zur Unterstützten Beschäftigung“ in Kraft getreten. Danach soll Menschen mit Behinderung der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt und einer Beschäftigung in Betrieben außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen ermöglicht werden. Mit dieser Maßnahme sollen besonders Schulabgänger von Förderschulen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht werden. Die Förderung beträgt bis zu zwei Jahre und wird als Rehamaßnahme durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert. Bei Bedarf schließt sich eine Berufsbegleitung durch die Integrationsämter an.

Die BSG schätzte den Bedarf laut Bürgerschafts-Drucksache 19/3287 vom 10.06.2009 für die individuelle betriebliche Qualifizierung auf 50 Plätze für vier Jahre und für die Berufsbegleitung auf 15 Personen/Jahr ein.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständige Behörde:

Wie viele Personen aus Bergedorf nehmen an der individuellen betrieblichen Qualifizierung und an der Berufsbegleitung teil?

Welche Betriebe aus Bergedorf beteiligen sich an der Maßnahme?

Nach welchen Kriterien wurden die Betriebe ausgewählt?

Welche Erfahrungen mit den Teilnehmern wurden nach einem Jahr gemacht?

Ist es gelungen, bevorzugt Schulabgänger von Förderschulen auf die vorhandenen Plätze zu vermitteln?

 

Die BSG hat vorstehendes Auskunftsersuchen am 27.04.2010 wie folgt beantwortet:

Zu 1.:

Es nehmen 4 Personen aus dem Bezirk Bergedorf an der Maßnahme teil.

Zu 2.:

Für eine Zusammenarbeit konnten folgende Betriebe im Bezirk Bergedorf gewonnen werden:

???????????????Bezirksamt Bergedorf (Bauhof Bergedorf)

???????????????Senioren-Zentrum Dr. Carl Kellinghusen                                                                                                  ...

 

-2-

Zu 3.:.

Leitendes Kriterium für die Auswahl der Betriebe ist das Vorhandensein geeigneter Tätigkeiten für die Zielgruppe. Voraussetzung für eine Auswahl der Betriebe ist weiterhin, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv durch das Personal des Trägers begleitet werden können. Die Betriebe sollen zudem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Zu 4.:

Die Maßnahme bereitet für diesen Personenkreis den Einstieg in das Berufsleben vor. Sie fördert bei den Schulabgängerinnen und Schulabgängern die Fähigkeit und Bereitschaft, die Rolle von erwachsenen Arbeitnehmern zu übernehmen (Berufsreife). Als Vermittlungshemmnisse sind zu nennen: Folgen psychischer Behinderungen, hohe Ausfallzeiten, teilweise Lernschwierigkeiten bzw. psychische Erkrankungen in Verbindung mit einer körperlichen Mobilitätseinschränkung.

Zu 5.:

Ja, etwa 80% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Personen mit Lernschwierigkeiten (aus Schulen für geistig Behinderte, Förderschulen für Lernbehinderte, aus Berufsvorbereitungsklassen, aus abgebrochenen Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB)). Für alle diese Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten angemessene betriebliche Praktikumsplätze gefunden werden.


 


 


 


 

Anlage/n:

ohne Anlagen