Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XVIII/1143  

 
 
Betreff: Bilanz zum Schutz der Artenvielfalt in Hamburg (mit Antwort)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Kleine Anfrage nach § 24 BezVG
  Aktenzeichen:520-02.12
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
25.03.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Bergedorf
29.04.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

Bezirksversammlung

 

520-02.12Drucksachen-Nr. XVIII/1143

18.03.2010


 

Kleine Anfrage

gem. § 24 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


des BAbg. Bambach, FDP


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung Bergedorf

25.03.2010

3.2

Bezirksversammlung Bergedorf

29.04.2010

3.3

 


!Titel!


Bilanz zum Schutz der Artenvielfalt in Hamburg(mit Antwort)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


Unter der Überschrift: „Bezirksranking kommt!“ beschreibt der NABU in seinem Mitteilungsblatt vom März 2010 das Ziel der Bundesregierung, bis 2010 das Artensterben zu stoppen und kommt zu dem Ergebnis, dieses sei fehlgeschlagen. Der NABU beklagt, das in den Bezirken weiterhin Bebauung in Landschaftsschutzgebieten möglich sei, sowie auch die Zerstörung von geschützten Biotopen fortschreiten würde.

Der NABU führt weiter an, dass er bereits im letzten Jahr eine Bilanz über die Bemühungen der Bezirke, die Artenvielfalt zu erhalten, gezogen habe.

Wandsbek Top! Harburg Flop!“ sei das Ergebnis gewesen.

Auch in diesem Jahr wurden wieder Fragebogen an die Bezirksverwaltungen verteilt. Das Ergebnis dieser Befragung soll dann einem neuen Ranking dienen, das der NABU in seiner nächsten Ausgabe verbreiten will.

Hier der Fragebogen:

Bezirk:                                                                                                                                  

AnsprechpartnerIn:                                                                                                             

Paten -tier/-pflanze/-lebensraum:                                                                                       

Welche Schutzmaßnahmen oder Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes               wurden im Jahr 2009 für das Bezirks-Patentier/ die Patenpflanze/ den Patenlebensraum               durchgeführt?

Welche Erfolge wurden dabei erzielt?

Wie viele Mittel wurden in Aktivitäten oder Maßnahmen zum Schutz des Patentiers,

der Patenpflanze oder des Patenlebensraumes investiert?

Waren/sind Maßnahmen geplant, die bisher nicht umgesetzt werden konnten? Wenn ja               welche und was waren die Gründe für die fehlende Umsetzung?             

Welche Maßnahmen sind noch geplant?

Bitte bis zum 26.2.10 zurück an: NABU Hamburg, Osterstraße 58, 20259 Hamburg Fax: 040-697089-19 menge@nabu-Hamburg.de                                                                                                                                                                        ...

-2-

Dieses vorausschickend frage ich die Verwaltung:

 

Hat die Verwaltung diese Anfrage erhalten?

Wenn ja, wie war die Beantwortung?

Bekanntlich hat der Bezirk die Patenschaft für den Eisvogel übernommen. Angler vom Kirchwerder Landweg wollen beobachtet haben, dass besonders in diesem Jahr der Eisvogel unter dem langen Frost stark leiden musste und es zu Fällen von „Tod durch verhungern“ gekommen ist. Sind der Verwaltung Zahlen bekannt?

Gibt es Erkenntnisse, dass andere Bezirke dem Kampf gegen das Artensterben von Flora und Fauna größere Bedeutung zumessen, als es in Bergedorf geschieht?

Sind insbesondere die Aufforstung von Auewäldern in den Vier-und Marschlanden über die lobenswerte Aktion mit Schülern der Gesamtschule Bergedorf (siehe bz-Veröffentlichung vom 26.11.2009) zwischen Gose- Elbe und Kirchwerder Hausdeich hinaus, ins Auge gefasst?

Wenn ja wo und wann, in welchem Umfang?

Wenn nein, warum nicht?

Hamburg erhält die Auszeichnung „Green Capital 2011“. Ist in diesem Zusammenhang eine besondere Anstrengung vermehrter ökologischer Maßnahmen geplant und sind von der Stadt Hamburg dafür den Bezirken vermehrt finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt worden?

8.1 Ist der Bezirk Bergedorf in die Planungen der Gründung einer „Stiftung Lebensraum Elbe“ beteiligt?

8.2 Wenn ja, in welcher Form?

8.3 Finden auf dem Gebiet des Bezirks Bergedorf in 2010 Aktionen unter dem Stichwort               „Gewässernachbarschaftstage“ statt?

8.4 Wenn ja, wann und wo?

8.5 Wenn nein, warum nicht? (zur Anm. : Der NABU will in 2010 in Hamburg insgesamt 14               Gewässernachbarschaftstage zur Verbesserung des Lebensraumes von Kleintieren in                             unseren Gewässern organisieren).

 

Das Bezirksamt Bergedorf beantwortet vorstehende Kleine Anfrage wie folgt:

 

Zu 1.: Ja

Zu 2.: vgl. Anlage

Zu 3.: Lange Frostperioden stellen den Eisvogel hinsichtlich der Nahrungsbeschaffung vor Probleme. Verluste in der Eisvogelpopulation sind während langer Frostperioden daher natürlich, werden aber durch sein Brutverhalten (Parallelbruten) meist wieder ausgeglichen. Genaue Zahlen liegen uns für die vergangene Wintersaison nicht vor.

Zu 4.: Nein

Zu 5.: Nein

Zu 6.: Entfällt

Zu 7.: Es ist kein Aufforstungspotential vorhanden.

Zu 8.: Dem Bezirksamt Bergedorf ist der hohe Stellenwert der Auszeichnung „Green Capital               2011“ für die FHH bewusst. Deshalb hat das Bezirksamt alle seine Projekte im Bereich                             Grün und Gewässer auch unter ökologischen Gesichtspunkten geplant. Besonders                             deutlich wir dies an der Zahl der Pflege- und Entwicklungspläne im Grünbereich und den               Projekten zur Umsetzung der EG Wasserrahmenrichtlinie.

 

Zusätzliche Mittel mit speziellem Bezug zur Auszeichnung „Green Capital 2011“ für die               FHH hat das Bezirksamt nicht erhalten.

Zu 8.1: Ja

Zu 8.2: Über die Senatsdrucksache.

Zu 8.3: Nein, derzeit nicht geplant.

Zu 8.4: Entfällt

Zu 8.5: Der Schwerpunkt der Stiftung Lebensraum Elbe ist auf übergeordnete Maßnahmen   (Bundesländerübergreifend) ausgelegt. Von daher ist Bergedorf nicht gefordert.


 


 


 

 

 


 

 

Anlage/n:

Anschreiben NABU