Bezirksversammlung Bergedorf

Drucksache - XIX/0226  

 
 
Betreff: Gedenkstein für ehemalige Bergedorfer Zwangsarbeiter
(Antrag Interfraktionell - geänderte Fassung)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:379.20-01
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Bergedorf
25.08.2011 
Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf ungeändert beschlossen   
Fachausschuss für Sport, Kultur und Schule
07.11.2011 
Sitzung des Fachausschusses für Sport, Kultur und Schule ungeändert beschlossen   
Fachausschuss für Sport, Kultur und Schule
06.02.2012 
Sitzung des Fachausschusses für Sport, Kultur und Schule ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Bergedorf

Bezirksversammlung

 

Az. 379.20-01              Drucksachen-Nr. XIX/0226

              18.08.2011


 

Antrag

- öffentlich -


des BAbg. Jarchow und SPD-Fraktion

des BAbg. Noetzel und CDU-Fraktion

der BAbg. Lühr und GAL-Fraktion

des BAbg. Jersch und Fraktion Die Linke

des BAbg. Mohnike und Fraktion FDP/Piraten


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung Bergedorf

25.08.2011

14.15

Fachausschuss für Sport, Kultur und Schule

07.11.2011

7

Fachausschuss für Sport, Kultur und Schule

06.02.2012

5

 


!Titel!


Gedenkstein für ehemalige Bergedorfer Zwangsarbeiter             

(Antrag Interfraktionell - geänderte Fassung)


!Titel!


 


 


Sachverhalt:

 


Die historische Forschung geht davon aus, dass von 1939 bis 1945 in Hamburg rund 500.000 Menschen als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. In Bergedorf waren es Schätzungen zufolge mehrere Tausend. Darüber hinaus wurden im KZ Neuengamme KZ-Häftlinge in Arbeitskommandos in Bergedorf eingesetzt. Dies geschah unter schlimmsten Bedingungen, bei denen der Tod der Betroffenen einkalkuliert wurde. Viele überlebten nicht. Als sich immer mehr Betriebe auf die Produktion von Rüstungsgütern umstellen mussten, gab es in fast jedem Bergedorfer Unternehmen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Im Gedenken an die Opfer der Zwangsarbeit in Bergedorf und als sichtbares Zeichen, das geschehene Unrecht nicht vergessen zu wollen, sollte der Bezirk einen Gedenkstein für die ehemaligen Bergedorfer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aufstellen. Als prominenter Ort böte sich der Kampdeich zwischen Bergedorfer Straße und Stuhlrohrstraße an, hatten doch auch die Bergedorfer Stuhlrohrfabriken Zwangsarbeitskräfte beschäftigt. Um auch die Bergedorfer Jugend für das Thema zu sensibilisieren, sollen die Bergedorfer Schulen nach Möglichkeit in die Gestaltung des Gedenksteins eingebunden werden. Der Stein soll im Zuge der „Woche des Gedenkens“ vom 14. bis 29. April 2012 aufgestellt werden.

 

Wir beantragen daher, die Bezirksversammlung möge beschließen:


 

Beschlussvorschlag:

 


Die Bezirksversammlung spricht sich für die Aufstellung eines Gedenksteins für die ehemaligen Bergedorfer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus.

Das Bezirksamt wird aufgefordert,

a)   einen geeigneten Standort für die Aufstellung eines Gedenksteins zu suchen,

b)   Möglichkeiten zur Finanzierung eines solchen Gedenksteins zu finden,

c)   Schulen im Bezirk anzusprechen, bis zu den Weihnachtsferien Entwürfe für die                                           Gestaltung des Gedenksteins einzureichen und

d)   Angebote für die Umsetzung des Entwurfs einzuholen.                                                                      ...

 

 

-2-

 

Das Bezirksamt stellt die Ergebnisse seiner Bemühungen regelmäßig im Fachausschuss für Sport, Kultur und Schule vor, der dann über die notwendigen weiteren Schritte berät.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen