Bezirksversammlung Bergedorf
Drucksache - XIX/0471
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Bezirksamt Bergedorf Bezirksversammlung
Az. 790.90-05 Drucksachen-Nr. XIX/0471 18.01.2012
Antrag - öffentlich - der BAbg. Kleszcz, Kotzbau, Roßborg und SPD-Fraktion
!Titel! Barrierefreier Bahnhof / Busbahnhof Bergedorf (Antrag SPD) !Titel!
Sachverhalt:
Nach vielen Jahren des provisorischen Busbetriebes hat Bergedorf seit einem halben Jahr wieder einen modernen, leistungsfähigen und zentralen Busbahnhof. Fast alle Baumaßnahmen auf dem Busbahnhof sind entweder abgeschlossen oder stehen kurz vor der Fertigstellung. Bergedorfs Bürger und die Besucher von Bergedorf können nun wieder ohne lange Umwege und Hindernisse das Bus- und Bahnangebot nutzen. In der Planungsphase wurde auch die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen beteiligt. So sollte sichergestellt werden, dass die Nutzung des Bahnhofs auch für Menschen mit Behinderungen möglichst uneingeschränkt und ohne Barrieren funktionieren kann. Leider wurden bei den Bauausführungen nicht alle Einwendungen bedacht. Teilweise wurden sogar DIN-Normen und übliche Baustandards nicht entsprechend berücksichtigt. Dies führt dazu, dass es vor allem für Menschen mit Seh- und Gehbehinderungen zum Teil erhebliche Probleme bei der Nutzung des Bahnhofs gibt. Um diese Barrieren zu entfernen und den Menschen mit Behinderungen eine möglichst uneingeschränkte Nutzung zu ermöglichen, müssen die DB AG und die VHH Nachbesserungen am Busbahnhof vornehmen.
Wir beantragen daher, die Bezirksversammlung möge beschließen:
Beschlussvorschlag:
Der Bezirksamtsleiter und das Vorsitzende Mitglied der Bezirksversammlung sollen sich bei der DB AG und der VHH für die Verbesserung der folgenden Punkte einsetzen: Die Leitstreifen und die Aufmerksamkeitsfelder auf dem Busbahnhof müssen sich vom Bodenbelag kontrastreich abheben (DIN 32984). Auf Grund dessen wird die VHH aufgefordert, die schon vorhandenen Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder weiß einzufärben oder einen weißen Begleitstreifen nach DIN 32984 anzubringen. Die genoppten Aufmerksamkeitsfelder auf dem Busbahnhof sollen sehbehinderten Menschen helfen, die Einstiegsbereiche zu den Bustüren einfacher zu finden. Die im Boden eingelassenen
Aufmerksamkeitsfelder stimmen jedoch nicht mit den Bereichen der Halteschilder überein. Es ist zu prüfen, wie die Haltestellenschilder und die genoppten Aufmerksamkeitsfelder in Übereinstimmung gebracht werden können. Auf der Ebene 1 des Bahnhofs sind keine Leitstreifen im Boden eingelassen, welche in der Planung vorgesehen waren. Es ist zu prüfen, ob nachträglich ein Leitstreifen in den Boden eingelassen werden kann, der es den sehbehinderten Menschen einfacher ermöglicht, die jeweiligen Aufgänge zu den Bus- und Bahnhofssteigen zu finden. Die Handläufe der Treppen entsprechen nicht den geltenden Normen (RIL 813.0202 mit Verweis auf DIN 18024-1). Es ist zu prüfen, ob die Handläufe um 30 cm verlängert und in waagerechter Form angepasst werden können. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob an den Handläufen in taktiler Profilschrift die Wegebeziehungen erläutert werden können. Die unmittelbaren Kanten und die Vorderseiten der abschließenden Treppenstufen sind nicht entsprechend der geltenden Normen (RIL 813.0202 bzw. der DIN 32975) markiert. Die VHH/DB AG werden aufgefordert die fehlenden Markierungen zeitnah anzubringen. Bei einem Ausfall des neu installierten Fahrstuhls soll laut der Mitteilung XIX/0361 ein Bus-Shuttle gehbehinderte Menschen an der nächstgelegenen Bushaltestelle absetzen. Es ist zu prüfen, ob Infotafeln auf allen Ebenen angebracht werden können, die deutlich machen, an wen sich in solchen Fällen zu wenden ist. Darüber hinaus muss es die Möglichkeit geben, sich in dringenden Notfällen an eine zuständige Person wenden zu können. Eine Notruf- bzw. Infosäule ist auf dem Busbahnhof für solche Fälle installiert, jedoch zurzeit noch nicht funktionsfähig. Diese Notruf- bzw. Infosäule sollte umgehend in Betrieb gesetzt werden. An zahlreichen Glasscheiben, Türen, Säulen und Papierkörben der Anlage fehlen kontrastierende Markierungen, die nach DIN 32975 erforderlich sind. Es ist zu prüfen, wo kontrastierende Markierungen fehlen und wie sie entsprechend anzubringen sind. Trotz der eingesetzten Glaselemente im Dach des Busbahnhofs bietet das Dach keinen optimalen Regenschutz. Bei starkem Regen tropft das Regenwasser durch die Decke auf den unter der Decke angebrachten runden Stahlrahmen. Das dort ablaufende Regenwasser tropft ungehindert auf den Busbahnhof und die Fahrgäste. Es ist zu prüfen, warum das Dach bei Starkregen die Wassermengen nicht halten kann bzw. warum das Wasser nicht ordnungsgemäß abfließt. Darüber hinaus sind alle Maßnahmen in die Wege zu leiten, die dazu führen, dass das Durchsickern des Regenwassers verhindert werden kann. In einer der kommenden Sitzungen des Ausschusses für Verkehr und Inneres sollen Vertreter der DB AG, der VHH und des Bezirksamtes zu den jeweiligen Punkten Stellung nehmen und die Möglichkeiten zur Verbesserung erläutern
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